Einsatz für Belange von Kindern und Jugendlichen

Einbeck wählt erstes Jugendparlament

Jugendliche Martin Keil Henrik Probst vor Großbildschirm.
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Das Anliegen der IGS-Schüler:innen hat große Unterstützung erfahren: Schon am 9. Juli werden die Abgeordneten des ersten Einbecker Jugendparlaments feststehen.

Einbeck - Nachdem der Wahlpflichtkurs Gesellschaftslehre des 9. Jahrgangs der IGS Einbeck gemeinsam mit Henrik Probst von der Stadtjugendpflege bereits eine Satzung und Wahlordnung für das zukünftige Jugendparlament verfasst hat, die Junge Linde schon mitten in den Vorbereitungen steckt für die Einrichtung des Büros der Geschäftsstelle und fleißige Helfer gerade der Homepage den letzten Schliff verpassen für eine gelungene Online-Wahl, steht nun auch der genaue Zeitplan für Kandidatur und Wahl.

Die Schülerinnen und Schüler der IGS Einbeck waren sehr froh, dass ihre Idee so viel Zustimmung und Unterstützung erfuhr, dass das Jugendparlament tatsächlich noch in diesem Sommer seine Arbeit aufnehmen kann. Allen voran haben sich Florian Fechner als Lehrkraft des Wahlpflichtkurses und Henrik Probst als Stadtjugendpfleger engagiert, um das Projekt zu realisieren und dafür viel Arbeit investiert, da es ihnen schon länger ein Anliegen war, in Einbeck ein Jugendparlament zu etablieren. Aber auch die Lokalpolitiker:innen in Jugendausschuss und Stadtrat unterstützten die Gründung des Jugendparlaments.

Tayron März, selbst Schüler, hat die Programmierung der Homepage und der Software für die Online-Wahl übernommen. Hier haben sich mit Lisa Dittmann (Fachleitung Informatik an der IGS Einbeck) und dem IT-Experten Clemens Mickler schnell freiwillige Helfer gefunden, die sich von der Fachkompetenz und dem Einsatz des Schülers sehr beeindruckt zeigten und sich für die Idee des Jugendparlaments sofort begeisterten. Auch Informatiker der Einbecker NerdBridge haben angeboten, dem jungen Programmierer künftig beratend zur Seite zu stehen. Die Macher der Junge Linde – allen voran Martin Keil, der die Seiten- und Blogbeiträge verfasst – haben sich sofort mit vollem Eifer ans Werk gemacht, in der Jungen Linde den Raum für die Geschäftsstelle in unmittelbarer Nähe zum Rathaus einzurichten und auf ihrer Seite und in Blogs eine gelungene Internetpräsenz zu schaffen. „Es ist wirklich schön zu sehen, dass das Vorhaben der Schülerinnen und Schüler auf einen solch fruchtbaren Boden gefallen ist“, kommentiert Florian Fechner dieses Engagement. Es freue ihn sehr, dass die Schülerinnen und Schüler nun erfahren, dass ihr Einsatz Früchte trage und sie durch die ganze Unterstützung tatsächlich etwas in Einbeck in Gang bringen konnten.

Das Jugendparlament soll sich in Zukunft für die Belange der Kinder und Jugendlichen in Einbeck einsetzen, ihnen ein Mitbestimmungsrecht einräumen und Einblicke in demokratische Prozesse ermöglichen bzw. die Chance bieten, sie aktiv mitzugestalten. Jede(r) Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren und erstem Wohnsitz im Stadtgebiet Einbeck kann sich zwischen dem 30. April und dem 28. Mai zur Wahl stellen. Was bei der Kandidatur genau zu beachten ist, wird den Jugendlichen in einem Schreiben mitgeteilt, das ihnen bis zum 30. April per Post zugeht. Es dient gleichzeitig als Wahlbenachrichtigung und enthält die Zugangsinformationen für die Online-Wahl.

Die Bekanntmachung der Wahlvorschläge, also der Kandidatinnen und Kandidaten, findet am 7. Juni statt. Der Wahlzeitraum für die Online-Wahl wird dann vom 28. Juni bis zum 4. Juli sein. Wahlberechtigt sind alle Einbecker:innen im Alter von 13 bis 17 Jahren. Am 9. Juli wird das Wahlergebnis bekannt gegeben: Die Abgeordneten des ersten Einbecker Jugendparlaments werden für die nächsten zwei Jahre die Einbecker Jugendlichen in der Lokalpolitik vertreten.

Eine wichtige Frage sollte aber bereits jetzt geklärt werden: Warum sollte man für das Jugendparlament kandidieren? Es gibt viele gute Gründe, für das Jugendparlament zu kandidieren. Hier nur eine kleine Auswahl: Man nimmt sein Mitspracherecht wahr und setzt sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen in Einbeck ein. Man vernetzt sich mit Leuten, die sich für Einbeck oder auch darüber hinaus engagieren. Man bekommt einen Einblick in demokratische Prozesse und die Lokalpolitik und kann diese aktiv mitgestalten. Und last but not least: Am Ende ihrer Amtszeit erhalten alle Mitglieder des Jugendparlaments eine Bescheinigung über ihr ehrenamtliches Engagement. Diese Bescheinigung kann später mal sehr nützlich sein, beispielsweise bei Bewerbungen.

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