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Naturkinder haben sich an bundesweitem Wettbewerb beteiligt

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Die Einbecker Naturkinder um die rechts im Bild stehende Landschaftsplanerin Aischa Habeck („planbar“) erfahren für ihr Engagement für Natur und Umwelt große Wertschätzung. Seit vergangenem Jahr treffen sie sich im EinKiFaBü, dessen Leiterin Corinna Maria Kopp (l.) auch den Kontakt zur Stadt Einbeck geknüpft hat, um der Müll-Arche einen gebührenden Standort zu verschaffen. Mit im Bild Arnd Severidt von der Stadt Einbeck. Die Müll-Arche, für den die Naturkinder den Trostpreis erhalten haben, ist im Neuen Rathaus zu sehen. © Foto: Sürie

EINBECK – Mit einer Ehrenurkunde und umweltfreundlichen Trinkflaschen sind jetzt die Einbecker Naturkinder im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten „Aqua Awards 2015“ ausgezeichnet worden. Sie hatten sich mit ihrer Müll-Arche in dem bundesweiten Wettbewerb beworben, die heute in einer eigens von der Stadt angeschafften Vitrine im Neuen Rathaus bewundert werden kann – und für ihre Teilnahme einen Trostpreis erhalten.

Das Kunstwerk – „ein tolles Konstrukt“, wie die Leiterin des EinKiFaBüs, Corinna Maria Kopp, bei der Übergabe des Trostpreises herausstellte –, war u.a. aus dem Verpackungsmüll etnstanden, den die zwischen drei und elf Jahre alten Jungen und Mädchen als so genannte Trashbusters während ihrer zweistündigen Sammelaktion im Herbst aus dem Krummen Wasser gefischt hatten. Mit der Arche hatten sie schließlich den Trostpreis erzielt, den sie vergangene Woche im Beisein von Arnd Severidt als Vertreter der Stadt Einbeck bekamen. Insgesamt hatten die Naturkinder 65 Kilogramm Müll zusammen getragen, darunter auch gefährliche Fundstücke – etwa einen Pistolengurt mit Munition. Das Thema, welche Gefahr Müll – insbesondere Plastik – für Gewässer, Meerestiere, Pflanzen und nicht zuletzt wieder für den den Müll verursachenden Menschen birgt, hat die Naturschutzjugend (NAJU) im Rahmen ihrer zweijährigen Kampagne „Trashbusters H2O“ aufgegriffen. Das Ziel: schon junge Menschen von klein auf für Abfallvermeidung und die Gefahr von Plastikmüll in Gewässern zu sensibilisieren. Die Einbecker Landschaftsarchitektin Aischa Habeck von „planbar!“ (Einbeck) hatte ihre Einbecker Naturkinder auf Anhieb für die Kampagne begeistern können. Aller Engagement und in der Folge die Idee umzusetzen, eine Müll-Arche zusammenzustellen, erfahren auch seitens der Stadt Einbeck Wertschätzung: „Eure Aktion ist gut“, lobte Arnd Severidt die Naturkinder. Durch seine Ausstellung in der ersten Etage des Neuen Rathauses erreiche das kleine Kunstwerk nun auch ein breiteres Publikum.

Natürlichen Lebensraum spielerisch entdecken

Zurzeit gehören den Naturkindern 15 Jungen und Mädchen an, die sich einmal wöchentlich donnerstags von 16.15 bis 17.45 Uhr im Einbecker Kinder- und Familienservicebüro treffen; je nach anstehender Thematik geht es hinaus ans Wasser, in den Wald oder in die Flur, um die Natur und den natürlichen Lebensraum spielerisch zu entdecken und die Identifikation mit Natur und Umwelt zu fördern. Der Teilnahmebeitrag für diese „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ kostet sechs Euro. Landschaftsplanerin Aischa Habeck ist übrigens auch Mitglied des Einbecker Familienbündnisses.

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