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Vom Spirit der Zusammenarbeit

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Die Jury-Karawane reist weiter, am 29. Mai wird der Deutsche Schulpreis verliehen. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens soll das Bewerbungsmotto der BBS Einbeck „Gemeinsam einzigartig“ demnächst den alten Schulslogan „Wir wollen’s wissen“ ablösen. © Foto: Sürie

EINBECK Das Procedere um die Verleihung des Deutschen Schulpreises 2017 befindet sich im Endspurt. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Einbeck können sich glücklich schätzen, deutschlandweit als eine der 20 besten Schulen dabei zu sein. Die BBS rechnen sich gute Chancen aus, zur Preisverleihung am 29. Mai nach Berlin zu reisen. Sie hatten es unter 120 Mitbewerbern unter die Top 20 geschafft: Damit allein war schon ein Traum wahr geworden, hieß es unisono.

Mitte Februar stattete nun eine fünfköpfige Jury aus im Berufsleben stehenden Praktikern, Bildungswissenschaftlern und pensionierten Pädagogen der Einrichtung in Einbeck einen zweitägigen Besuch ab, um sie einem intensiven und durchgetakteten Bewertungsprozess mit detaillierten Fragestellungen zu unterziehen. Während eines mehrstufigen Verfahrens filtern weitere Juroren bis Ende März aus den bis jetzt 20 Schulen letztlich 15 für den insgesamt mit 200 000 Euro dotierten Schulpreis heraus. Das Gutachter-Team hat „deutliche Rückmeldungen“ erhalten, wie gut die Schule laufe, wie gut sich BBS-Schüler aufgenommen fühlten „und dass sie eine gute Chance für den Lebensweg erhalten“, betonte Jury-Sprecher Dr. Gerhard Eikenbusch, ehemaliger Schulleiter der Deutschen Schule in Stockholm, im Rahmen eines Pressegesprächs in Einbeck. Unabhängig vom Ergebnis sei eine Teilnahme am Schulpreis immer auch „ein Impuls für jede Schule“.

Schon die Bewerbung unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“ sei „ein Katalysator für die Schulentwicklung“, gab ihm auch Schulleiter Renatus Döring recht. Dr. Volker Krobisch, Leiter eines Gymnasiums und in der Schulleiterqualifizierung in Hessen und Nordrhein-Westfalen aktiv, hob den „außerordentlichen Spirit der Zusammenarbeit“ im Kollegium, in der Schulleitung und miteinander hervor.

Monika Buhl, Professorin an der Uni Heidelberg und seit 2006 Jurymitglied, zeigte sich „beeindruckt“ vom inhaltlich breiten Spektrum und den vielseitigen Qualifikationsmöglichkeiten an den BBS.

„Überrascht“ von der Professionalität einer Schulleitung gab sich Wolfgang Berkemeier nach 40 Jahren im Berufsbildenden Schulwesen und 20-jährigem Engagement in der Schulentwicklung.

Er habe auch nach dem Gespräch mit den außerschulischen Partnern den Eindruck gewonnen, „dass Einbeck schon sehr froh und stolz ist, diese Einrichtung in der Stadt zu haben“. Die Juroren haben ein hehres Ziel vor Augen: die gute Schule.

Der 2006 von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung ins Leben gerufene Deutsche Schulpreis habe in den vergangenen zehn Jahren bereits vieles bewirkt.

Denn der Erfolg der Preisträger, was Qualität von Leistung, im Umgang mit Vielfalt, im Unterricht, bei Verantwortung, Schulleben und Schule als lernender Institution anbelangt, komme auch in der Breite an. Andere Schulen profitierten bei Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen von den Ideen ausgezeichneter Schulen. Sie orientierten sich an ihnen. Dazu fänden in der Folge viele Schulbesuche von Schulleitern und Kollegien statt, die „selbst etwas verändern wollen“.

Auch die wiederum gemeinsam von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof vor zwei Jahren gegründete Deutsche Schulakademie für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung zielt darauf ab, dass gute Schulpraxis noch stärker in die Schullandschaft strahlt.

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