Einbecker Erntefest für die „Regionale Braugerste“

„Das ist gelebte Regionalität“

Das große Schild zeigt es: „Hier wächst unser Bier!“.
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Das große Schild zeigt es: „Hier wächst unser Bier!“.

Einbeck – In diesem Jahr wurde von sieben Landwirtschaftsbetrieben in Südniedersachsen Sommerbraugerste gezielt für das Einbecker Brauhaus angebaut. Im August wurden fast 800 Tonnen geerntet, die nun zu Braumalz für Einbecker Bier verarbeitet werden können. Die Ernte ist abgeschlossen – aus diesem Anlass hat das Einbecker Brauhaus die Landwirte zu einem „Erntefest“ nach Einbeck eingeladen.

Beim Projekt „Regionale Braugerste“ engagieren sich die Landwirte Klingelhöfer aus Groß Lengden bei Göttingen, von Breitenbuch aus Parensen bzw. Dassel-Sievershausen, Meyer aus Katlenburg, Fröchtenicht aus Northeim-Hillerse, Gerhardy aus Gieboldehausen sowie Eggert und Stieg aus Gleichen-Rittmarshausen. Marketingleiter Ingo Schrader erläuterte bei einem Rundgang durch die Brauerei: „Regionale Lebensmittel genießen hohes Vertrauen. Die regionale Herkunft ist, wenn es ums Essen und Trinken geht, für die Konsumenten noch wichtiger geworden. Diese Entwicklung greifen wir als Regionalbrauerei aktiv auf.“ Dazu Einbecker-Vorstand Martin Deutsch: „Das regional verwurzelte Einbecker Brauhaus möchte zeigen, wo die Rohstoffe wachsen, die für Bier notwendig sind.“

Landwirt Christoph von Breitenbuch zieht ein positives Resümee: „Wir haben zum ersten Mal Sommerbraugerste angebaut. Die Hitzephase im Juli konnten die Getreidepflanzen nicht gut vertragen. Mit dem Ertrag sind wir aber dennoch zufrieden. Außerdem geht es uns ums Gesamtpaket.“ Darauf kommt es auch Markus Gerhardy an: „Das ist gelebte Regionalität“. Der Mälzerei-Geschäftsführer Stephan Bergler stellt fest: „Da hat sich eine tolle aktive Gruppe von Landwirten gefunden. Mit der Qualität der Ernte und der Verarbeitungsfähigkeit der Braugerste können wir zufrieden sein.“

Die Einbecker Landfrauen haben aus der Gerste eine Erntekrone gebunden. Beim Erntefest im Brodhaus, dem ältesten Wirtshaus Niedersachsens, wurde passenderweise Gerstensuppe und Ochsenbraten mit Gerstenbratlingen gereicht. Christoph Benseler, Technischer Leiter des Einbecker Brauhauses und Beiratsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des niedersächsischen Braugerstenanbaus und in der deutschen Braugerstengemeinschaft e.V. sowie Vorsitzender des Agrarausschusses des Deutschen Brauer-Bundes, möchte die Zusammenarbeit mit den Landwirten aus der Region weiter pflegen und intensivieren. „Das ist eine sehr gute Kooperation! Wir werden dieses Projekt weiterhin nach Kräften unterstützen.“

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