Deutsch-amerikanische Freundschaft

+
Deutsch-amerikanische Handreichungen: Gute Stimmung unter musikalischen Freunden beim Begrüßungsempfang in der Alten Synagoge. Die „Keene State Chamber Singers“ bleiben bis Donnerstag.

EINBECK Fußball und Musik sind zwei Eckpfeiler der Städtepartnerschaft zwischen dem südniedersächsischen Mittelzentrum Einbeck und der College-Kleinstadt Keene im US-Nordost-Bundesstaat New Hampshire. Am Freitag traf neuer Besuch aus Amerika ein und will Einbeck erleben.Der Keener College-Chor bekam gleich Bock-Musik geboten in der Alten Synagoge, der jungen Begegnungsstätte für gesellschaftlichen Dialog und Kultur: Noch vor dem eigentlichen Konzert mit Valeria Shishkova intonierte das Dresdener Duo „Di Vanderer“ für die US-Gäste „Wenn ich einmal reich wär“, den bekannten „Anatevka“-Hit von Musical-Komponist Jer- ry Bock. So wurde die lebendige Städtepartnerschaft instrumental bereichert.

Einquartiert bei Gastfamilien aus dem Umfeld des Einbecker Chores „Voices“, lernen die „Keene State Chamber Singers“ bis Donnerstag Braustadt und Betriebe kennen, dazu Musikschulen und PS.SPEICHER. Gemeinsam mit Annett Steinberg vom heimischen „Voices“-Chor wird an der transatlantischen Harmonie gefeilt.

Obendrein sind Abstecher zur Musikhochschule Hannover und der Oper in Kassel geplant, bevor die US-Gruppe mit drei Lehrkräften morgen zum Heimflug über Boston (Massachusetts) eincheckt.

Im Beisein interessierter Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben beleuchtete Frank Bertram für den Synagogenförderverein das Sanierungskonzept im ehemaligen jüdischen Gotteshaus.

Vize-Bürgermeister Albert Thormann hob mit Übersetzerin Dr. Ursula Beckendorf die Bedeutung gegenseitiger Besuche und persönlicher Gespräche für die Völkerverständigung hervor: „Sie, liebe Freunde, sind Botschafter dieser lebendigen Partnerschaft.“

Dazu gehöre insbesondere Sandra Howard, die im Keener Partnerschaftsverein für Kultur, Musik und Chöre wirkt. Spendable Sponsoren und einsatzfreudige Menschen belebten die Städtepartnerschaft. Seit 2002 entwickele sich der Austausch rege, unterstrich Jürgen Herbst für den Einbecker Partnerschaftsverein.

Seit 2015 laufe auch der Schüleraustausch „zwischen unseren Berufsschulen“, sagte Herbst: „In den Zeiten von Flugzeug und moderner Kommunikation spielen Entfernungen keine Rolle mehr.“

Angeregt von Charlotte Lesser kamen die „State Chambers Singers“ erstmals 2012 nach Einbeck. Beim Gegenbesuch von „Voices" und Stadtvertretern 2013 seien die Freundschaften vertieft und neu ausgerichtet worden. 2014 sei das bisherige Partnerschaftskomitee im Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft aufgegangen.

„Wir wollen die Austauschaktivitäten mit unseren Freunden des Keener Komitees weiter intensivieren“, kündigte Herbst an und erntete Applaus. cmf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare