Corona senkt Wahlbeteiligung auf 45 Prozent

Bürgermeisterin Dr. Michalek gewinnt Stichwahl in Einbeck 

Kandidaten der Stichwahl mit Gratulanten
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Dr. Sabine Michalek (l.) bleibt Bürgermeisterin in Einbeck. Kurz nach der Endauszählung gratuliert Herausforderer Dirk Heitmüller (Mitte) im Beisein der SPD-Vertreter Rolf Hojnatzki und Marcus Seidel. Blumen gibt es von CDU-Chefin Beatrix Tappe-Rostalski.

Einbeck – Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat die Stichwahl in Einbeck gewonnen und bleibt Hauptverwaltungsbeamtin im Neuen Rathaus. Die Amtsinhaberin siegt am Volkstrauertag mit 6.560 Stimmen und 56,67 Prozent. Herausforderer Dirk Heitmüller (SPD) holt 5.016 Stimmen und 43,33 Prozent. Gegenüber der ersten Wahl mit drei Kandidaten sinkt die Wahlbeteiligung bei gerade 11.622 Wählern von 25.500 Wahlberechtigten auf 45,49 Prozent – vor allem wegen der Corona-Situation. 

Die ersten Wahlbezirke meldeten Sonntagabend (15. November) schnell einen Vorsprung für die Amtsinhaberin. Schon 20 Minuten nach Schließung der Wahllokale ging Dr. Michalek in Führung, holte ein Wahllokal nach dem anderen. Zuletzt wurden die Briefwahl-Ergebnisse addiert. Nach gut einer Stunde war klar: Die Bürgermeisterin bleibt Bürgermeisterin. Herausforderer Dirk Heitmüller holt mehr als einen Achtungserfolg. 48 Wahlbezirke gehen an Dr. Michalek. Ihre höchsten Erfolgsquoten erreicht sie in Kohnsen (82 Prozent), Rengershausen (87 Prozent) und Bentierode (81 Prozent). Gegenüber der Wahl am 1. November legt die Bürgermeisterin rund elf Prozentpunkte zu, ihr Herausforderer noch acht Prozentpunkte. Heitmüller siegt in elf Wahllokalen. Seine Spitzenwerte melden Rotenkirchen (60,49 Prozent), Salzderhelden (58 und 56 Prozent) und Erzhausen (54 Prozent).

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek freute sich „wahnsinnig“ über den für sie positiven Wahlausgang und dankte allen Wählerinnen und Wählern für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen, das sie wiederum als Vertrauensvorschuss für ihre Arbeit bis 2026 nehmen möchte. Ihr Amt wolle sie weiterhin überparteilich ausüben, die Sachpolitik in den Vordergrund stellen und mit allen im Rat sitzenden Parteien gut zusammenarbeiten. Dr. Michalek dankte aber auch der Wahlleitung und allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren „doppelten Einsatz“, dankte ihrem Wahlkampf-Team für die Unterstützung und vor allem ihrer Familie für den großen Rückhalt.

Für die SPD gestartet, gratulierte Herausforderer Heitmüller der siegreichen Bürgermeisterin erst telefonisch, dann persönlich im Neuen Rathaus. Beide bescheinigten einander einen fair geführten Wahlkampf. CDU-Vorsitzende Beatrix Tappe-Rostalski, SPD-Frontmann Marcus Seidel und SPD-Fraktionschef Rolf Hojnatzki reichten Blumen. Für die Zukunft wurde sachliche Zusammenarbeit vereinbart. In einem ersten Kommentar zur Stichwahl bedankte sich Heitmüller für das große Vertrauen seiner Wähler und erneuerte seinen Willen zur politischen Mitgestaltung. Das Ergebnis zeige, dass einiges in Einbeck, Kreiensen und den Dörfern nicht so positiv laufe. Doch auch wegen der Corona-Lage habe es zu wenig Wechselstimmung gegeben. Gerade in Krisenzeiten, meinte Heitmüller, wollten Wähler wenig Veränderungen. Deshalb habe mehr der Amtsbonus der Bürgermeisterin durchgeschlagen. 2021 kommt die Kommunalwahl. cmf/boe

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