Integrierte Gesamtschule in Einbeck geht mit 109 Schülerinnen und Schüler an den Start

Bereicherung für die Schullandschaft im nördlichen Kreisgebiet

Einweihung der Integrierten Gesamtschule in Einbeck: Kommissarische Schulleiterin Sandra Meusel bekommt von Landrat Michael Wickmann eine Schultüte überreicht.

EINBECK – Am vergangenen Freitag sind in Einbeck die ersten Schülerinnen und Schüler an der neuen Integrierten Gesamtschule eingeschult worden. Mit der Einschulung war deshalb auch die feierliche Einweihung der neuen Schule verbunden, an der neben Landrat Michael Wickmann auch Kultusministerin Frauke Heiligenstadt teilgenommen hat. Die kommissarische Schulleiterin, Sandra Meusel, bedankte sich für das Vertrauen und die Unterstützung beim Aufbau der neuen Schule, der seit Februar von einem Planungsteam vorbereitet worden war. Sie verglich die Schule mit einem Schiff, das ohne Mannschaft nicht den Hafen verlassen könne. Den 109 Schülerinnen und Schülern erklärte sie im Wilhelm-Bendow-Theatersaal, dass nun alle gemeinsam mit dem Schiff IGS auf Fahrt gehen werden. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt machte deutlich, dass sich die Niedersächsische Landesregierung zur Schulform einer Integrierten Gesamtschule und damit zum gemeinsamen Lernen ohne Ausgrenzung bekenne. In Niedersachsen gebe es zum Schuljahresbeginn 80 Integrierte und 35 Kooperative Gesamtschulen.

Für Landrat Michael Wickmann ist Schule immer dann gut, wenn sie akzeptiert und nachgefragt wird. So sei der Start mit einer guten Vierzügigkeit mehr als gelungen und zeuge von der Beliebtheit der Schulform. Zugleich zollte er Respekt für das Verständnis, weil in den vergangenen Wochen und Monaten umfangreich Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Bestand erfolgt seien. Schließlich habe der Landkreis als Schulträger erst die Voraussetzungen für die Integrierte Gesamtschule schaffen müssen. Für 640.000 Euro hat der Landkreis im Schulgebäude am Hubeweg umgebaut und neue Klassenräume geschaffen. Für 110.000 Euro wurde das Gebäude barrierefrei hergerichtet. Eine neue Rampe im Foyer ist entstanden, ein Aufzug folgt bis zu den Herbstferien. Für neue Ausstattung wurden noch einmal 120.000 Euro ausgegeben. Weil die neue IGS als Ganztagsschule geführt wird, braucht es natürlich auch eine Mensa – diese soll für 740.000 Euro rechts neben dem Eingang entstehen und bis zum Beginn des nächsten Schuljahres fertig gestellt sein. Bis dahin steht eine provisorische Mensa zur Verfügung, die der Landkreis in zwei ehemalige Klassenräume eingebaut hat. Landrat Wickmann machte aber auch deutlich, dass der Landkreis Northeim als Schulträger mit dem Anwachsen der IGS weiter investieren müsse. „Ich bin mir aber sicher, dass die Integrierte Gesamtschule in Einbeck eine Bereicherung für die Schullandschaft im nördlichen Kreisgebiet ist und damit jeder investierte Euro gut angelegt ist“, so Wickmann zum Engagement des Landkreises. Einen ganz besonderen Dank richteten alle Redner an Siegfried Pinkepank, den Leiter der auslaufenden Wilhelm-Bendow-Schule. Dieser hatte sich über viele Jahre gemeinsam mit Eltern für die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule in Einbeck eingesetzt. Er wies darauf hin, dass nach 40 Jahren des Stillstandes – damals wurde die IGS Bodenfelde eröffnet – nun endlich wieder Bewegung in die Schullandschaft im Landkreis Northeim gekommen sei und warb bei den Verantwortlichen dafür, die neue Schule weiterhin tatkräftig zu unterstützen und auszustatten. Natürlich gab es im Theatersaal nicht nur Reden zu hören. So wurde das Programm der Einweihungsfeier durch Beiträge der Schüler der Wilhelm-Bendow-Schule und der Musikschule M 1 entsprechend aufgelockert.

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