Hegering 3 der Jägerschaft Einbeck informiert:

Bei Ausgangssperre darf gejagt werden

Jäger auf der Pirsch.
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Das Infektionsschutzgesetz gestattet Ausnahmen für die Jagd.

Einbeck/Dassel – Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt für Landkreise mit einer Inzidenz über 100 eine nächtliche Ausgagssperre. In Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium hat das Bundeslandwirtschaftsministerium in einem Rundschreiben an die obersten Jagdbehörden der Bundesländer jetzt bestätigt, dass die Einzeljagd auf Schalenwild auch dort zulässig ist, wo eine nächtliche Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz besteht.

„Angesichts der grundlegenden Bedeutung der Jagd für die Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sowie den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen vor Wildschäden auf den Flächen der land- und forstwirtschaftlichen Eigentümer stellt die Ansitz- oder Pirschjagd auf Schalenwild in der Zeit der Ausgangssperre einen gewichtigen und unabweisbaren Zweck dar“, heißt es in dem Schreiben. Für den Leiter des Hegering 3, Hartmut Henne, sind mit der Klarstellung der Ministerien eventuelle Unsicherheiten für Jäger nun ausgeräumt. „Die Jäger sind aufgefordert, auch dann zu jagen, wenn eine nächtliche Ausgangssperre gilt“, sagt er. Das Gesetz sieht zudem ausdrücklich vor, dass eine Ausnahme auch für Nachsuchen gilt – etwa nach einem Verkehrsunfall – oder wenn Jäger Landwirte unterstützen, die vor dem Mähen ihre Wiesen nach Rehkitzen absuchen. Beides ist aus Tierschutzgründen erforderlich.

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