Wie viel Hahn verträgt der Mensch? Nachbarn sammelten Unterschriften

Ausgesetzter Hahn nervt

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Bei dem Hahn des Anstoßes handelte es sich um ein ausgesetztes Tier: Klaus Waldeyer hat dem Federvieh nun erst einmal ein gutes Zuhauses besorgt. „Jetzt herrscht hoffentlich wieder Ruhe in Dassel.“

DASSEL (con) – Klaus Waldeyer fühlt sich zu Unrecht von den Anliegern seines kleinen Hühnerparadieses am Lilienplan kritisiert. Ein Hahn war ihm Ende vorvergangener Woche über den Zaun aufs Grundstück geworfen worden – seitdem hatte das Federvieh die menschliche Nachbarschaft tierisch genervt...

Das ausgesetzte Tier krähte offenbar nicht nur tagsüber unaufhörlich, sondern echauffierte damit die Anlieger auch des nachts. So sehr, dass sie sogar begannen, Unterschriften zu sammeln, damit der Unruhe stiftende Fremdling entweder zu seinen Artgenossen gelassen oder aber endlich entfernt wird. Waldeyer hat ob des Ärgers nun selbst die Nase voll. „Ich konnte den Hahn doch nicht zu meinen Tieren lassen, mein Hahn hätte ihn sofort zerhackt“, sagt der Mann, der seit 1985 dem Rassegeflügelzuchtverein Eschershausen angehört, sich auf Riesenbrahmer und Italiener-Huhn spezialisiert hat und auch Ausstellungen besucht. Dem Trouble hat der 66-Jährige nun ein Ende gesetzt. Die Lösung hätte kurz und schmerzlos sein können, doch danach stand ihm so gar nicht der Sinn: Eine freundliche Dasselanerin gewährt dem ansehnlichen Hahn jetzt Obhut in ihrer Hühnerschar.

„Es war nicht das erste Mal, dass bei mir Tiere ausgesetzt wurden“, sagt Waldeyer. „Damit muss nun aber auch endlich mal Schluss sein.“

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