Führungen und Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“

Auch Einbeck beteiligt sich

In Einbeck erwartet die Bürger*innen ein buntes Programm.
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In Einbeck erwartet die Bürger*innen ein buntes Programm.

Einbeck – Der bundesweite Tag des offenen Denkmals findet in diesem Jahr am 12. September statt. Auch Einbeck beteiligt sich am Sonntag mit Führungen durch denkmalgeschützte Häuser und mit Aktionen rund um die Denkmalpflege. Dabei steht die denkmalgerechte Bewahrung historischer Bausubstanz ebenso im Fokus wie deren zeitgemäße Modernisierung und Sanierung sowie die Errichtung von neuen Gebäuden im historischen Bestand.

Ein bedeutsames Sanierungs- und Neubauprojekt befindet sich am Stiftplatz 9 in der Einbecker Innenstadt. Der klassizistische Fachwerkbau wurde 1794 bis 1797 als bürgerliches Wohnhaus errichtet. 1806 wurde das Grundstück vom Stift St. Alexandri gekauft und bis 2000 als Superintendentur genutzt. Aufgrund von Umstrukturierungen sollte ein neues Nutzungskonzept für Haus und Garten entwickelt werden. Im Zuge eines Realisierungswettbewerbes entstand schließlich 2017 die Planung für einen Gartensaal als Begegnungsstätte für die Kirchengemeinden. Der Baufortschritt sowie der gegenwärtige Stand der Sanierungen werden in stündlichen Führungen zwischen 11 und 14 Uhr von der Baudenkmalpflege der Stadt Einbeck in Kooperation mit der Evangelischen-lutherischen Kirchengemeinde vorgestellt. In der am Stiftplatz gegenüber liegenden Münsterkirche St. Alexandri, die von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, kann eine Ausstellung über die Ergebnisse der Ausgrabung durch die Archäologische Denkmalpflege der Stadt Einbeck im Garten des Gemeindehauses besichtigt werden.

Ein weiteres zentrales Bauwerk zum „Tag des offenen Denkmals“ ist das 1573 erbaute „Wolpeterhaus“ in der Wolperstraße 23. Das leerstehende Gebäude schien lange Jahre von der Öffentlichkeit vergessen, doch in den letzten Jahren engagieren sich Einbecker Bürger*innen aktiv für den Erhalt und die kulturelle Nutzung dieses Baudenkmals. So ist es beispielsweise Einbecks erstes „sprechendes Fachwerkhaus“, das seine eigene Geschichte in einem Podcast erzählt – und diese Geschichte ist durchaus faszinierend. Einen Einblick zur Rolle dieses alten Bürgerhauses im Laufe der Jahrhunderte wird in der Zeit von 11 bis 13.30 Uhr durch Patricia M. Keil allen neugierigen Besucher*innen vermittelt. Dass die Blaudruckerfamilie Wittram über lange Zeit im Wolpeterhaus ihre Stoffe gefärbt hat, dürfte vielen Einbecker*innen noch nicht bekannt sein. Warum sich in den letzten Monaten Dutzende von Lehmsteinen im Fachwerkhaus stapeln, erzählen die jungen „Denkmalpaten“ im Haus und stellen ihr Projekt vor.

Passend zum diesjährigen Motto beim Tag des offenen Denkmals „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ wird der Malermeister und Restaurator Jens Richter um 12.30 Uhr und um 15.30 Uhr live mit Einbecker Landbier eine beeindruckende Illusion im Gebäude erschaffen. Auf dem Franz-Cestnik-Platz, direkt vor dem Haus Wolperstraße 23, werden ab 11 Uhr weitere Handwerker und Restauratoren im Handwerk ihre Gewerke vorstellen. In Iber öffnet das alte Waschhaus auf dem Pfarrgrundstück seine Türen. Pastorin Elsa Höffker führt von 15 bis 18 Uhr durch das sanierte Gebäude. Weitere Informationen zum „Tag des offenen Denkmals“ erhält man auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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