Jan Störmer im Webtalk

Auch das Jugendrotkreuz arbeitet digital

Jan Störmer und Christian Grascha im Webtalk
+
Jan Störmer (l.) hat im Webtalk mit MdL Grascha eine Entscheidung zu Ferienfreizeiten gefordert.

Einbeck – Nach dem THW und der Feuerwehr hat sich der liberale Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha jetzt im Webtalk mit dem Ortsjugendleiter des Jugendrotkreuzes, Jan Störmer, ausgetauscht.

Bedingt durch die anhaltenden Kontakteinschränkungen sind Gruppenabende durch die Skype-Time ersetzt worden, berichtete Störmer. So könne man zwar weiter in Kontakt bleiben, dies könne jedoch kein dauerhafter Ersatz sein, zumal nicht alle daran teilnehmen wollten bzw. könnten. Manchmal gebe es technische Probleme, außerdem verbrächten die Jugendlichen durch Homeschooling ohnehin schon sehr viel Zeit am Rechner.

Die Kernarbeit des Roten Kreuzes leide: Erste-Hilfe-Kurse ließen sich schließlich nicht digital durchführen. Interessierte Jugendliche müssten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch ruhe der Schulsanitätsdienst. Hier gehe Nachwuchs verloren, bedauerte Störmer. Schnelltests sieht er kritisch. So gebe es Akzeptanzprobleme, der zeitliche Aufwand sei nicht unerheblich, und selbst die geforderten Hygienemaßnahmen seien kaum finanzierbar. Hier fehle es an Förderung. Das Jugendrotkreuz werde bis zu den Sommerferien digital arbeiten.

Für sein Team ist Störmer voll des Lobes. Es sei sehr engagiert und kreativ. So habe es sich auch im Bürgermeisterwahlkampf sehr intensiv mit den Kandidat:innen auseinandergesetzt und kritische Fragen zu ihren Plänen für die Stadt Einbeck gestellt.

Zwischenmenschlich freut sich Jan Störmer, auch ein Ansprechpartner für viele zu sein. Fest steht für ihn aber: „Den Jugendbetreuern fehlt die Arbeit.“ Ältere Mitbürger und Mitbürgerinnen vermissten darüber hinaus z.B. den Klönkaffee und auch das Helfen bei den vielen Aktionen des Jugendrotkreuzes.

Ein großer Wunsch Störmers an die Politik ist eine Entscheidung zu den Ferienfreizeiten: „Viele Kinder, Jugendliche und deren Familien brauchten eine Auszeit.“ Christian Grascha will sich auf Landesebene dafür stark machen, dass es zügig Planungssicherheit gibt, ob und unter welchen Voraussetzungen Ferienfreizeiten möglich sein werden. Auch im Sommer werde es nicht erklärbar sein, wenn Urlaube in Griechenland und der Türkei möglich seien, aber eine kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen nicht einmal in den Harz fahren dürfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare