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Anti-STRABS-Aktion: „Einbeck wird gelb“

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Altendorfer Straße STRABS Protest Banner Plakate
In Einbeck protestieren längst nicht mehr nur Betroffene aus der Tiedexer Straße gegen die Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS). © Martin Friese

Einbeck – Mit der Aktion „Einbeck wird gelb“ will die Einbecker Bürgerinitiative (BI) für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS) im gesamten Stadtbild die Aufmerksamkeit auf das Thema STRABS lenken. 

 Die Bündnis-Grünen und die FDP im Einbecker Stadtrat (GGG) setzen sich ebenfalls für die Abschaffung der STRABS ein, viele Einbecker Bürger unterstützen die BI und hängen Plakate und Banner an ihren Häusern und in ihren Geschäften auf. „Diese steigende Anzahl an Unterstützern freut uns sehr“, betont BI-Sprecherin Anja Linneweber.  „Mit ‘Einbeck wird gelb’ wollen wir unserer Bürgermeisterin und allen Ratsmitgliedern zeigen, dass es schon lange nicht mehr nur betroffene Bürger sind, die diese Form der Finanzierung von Straßenausbau ablehnen.“

Die BI setzt sich seit etwa drei Jahren für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung ein. Ihre Gründung erfolgte mit dem Start des Straßenausbauprojektes „Magistrale der Baukultur“ (Tiedexer Straße).  Anja Linneweber:  „Schon der Titel ‘Magistrale’ war Garant für sehr hohe Gebühren zu Lasten der Anlieger. Ganz plötzlich ließ die Stadt dann verlauten, dass der Titel Magistrale irreführend sei. Heute spricht man nur noch von dem Projekt ‘Tiedexer Straße’ – ganz ohne ‘Magistrale’.“ Damals wie heute aber stünden Belastungen von bis zu 35.000 Euro je Hauseigentümer:in in der Tiedexer Straße im Raum. „Wir mussten uns zusammenschließen, um auf die Ungerechtigkeit und die Härten aufmerksam zu machen. Mit Demos, Unterschriftenaktionen und vielen Gesprächen mit den Parteien und deren Ratsmitgliedern verfolgen wir das Ziel, die Straßenausbaubeitragssatzung in Einbeck abzuschaffen.“ Viele neue Einbecker Projekte, z.B. der ZOB und der Neustädter Kirchplatz, drohten, auf dem Rücken der Anlieger finanziert zu werden. Auch hier stünden Summen von 10.000 Euro bis über 30.000 Euro im Raum.   „Diese Straßenausbaubeiträge betreffen nicht nur private Hausbesitzer, sondern auch Unternehmen und gefährden Arbeitsplätze. Auch der Leerstand in Einbeck wird gefördert. Eigentümer investieren nicht mehr in ihre Gebäude und halten Investitionen zurück, da das Damoklesschwert STRABS immer präsent ist“, betont Margharet Feldgiebel. Wer Plakate und/ oder Banner aufhängen will, kann sich an Margharet Feldgiebel (0173/ 701 701 7, per Mail unter BI-Einbeck@vodafonemail.de) wenden oder an die Facebook-Gruppe: Einbecker BI gegen STRABS.

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