Kameraden aus Lübbrechtsen und Rott schließen sich zusammen

Zwei Feuerwehren fusionieren

Die Gäste mit den beförderten Feuerwehrmännern aus Lübbrechtsen. Foto: Göke

Lübbrechtsen / Rott J Ausnahmsweise war von der Freiwilligen Feuerwehr Rott niemand in Lübbrechtsen. Schon seit zwei Jahren verrichten die Feuerwehrkameraden aus Lübbrechtsen und Rott zusammen Dienst. Sie wollen nun auch zu einer Feuerwehr verschmelzen. Während in Lübbrechtsen die Mindeststärke mit 19 Aktiven zwar noch ganz knapp erreicht wird, ist Rott mittlerweile schon unter die Mindeststärke gerutscht. Mit einem Zusammenschluss will sich die Feuerwehr zumindest für die nächsten Jahre vor einem Fall unter die Mindeststärke schützen und zu einer starken Feuerwehr verschmelzen.

Der Lübbrechtser Ortsbrandmeister Detlef Körner vermisste aber in der Vergangenheit etwas die Unterstützung der Samtgemeinde bei der Verschmelzung. „Wir haben nichts Schriftliches und wissen nicht so recht, wie wir weiter vorgehen müssen“, so Körner. Samtgemeindebrandmeister Michael Basse erklärte, dass die Feuerwehr-Fusion die nächsten Monate sicher intensiver begleitet wird. Lars Kappei von der Samtgemeindeverwaltung war von dem bisherigen Verhalten der Feuerwehrkameraden vor Ort sehr angetan: „Es ist sehr erfreulich für die Verwaltung, dass man sich bei dieser Fusion auf Augenhöhe begegnet. Es wurde kein Druck ausgeübt und zusammen sind die Ortswehren für die Zukunft gut aufgestellt.“ In den nächsten Wochen wird hier Klarheit geschaffen, wenn die Feuerwehr Rott auf ihrer Jahreshauptversammlung die Auflösung und den Anschluss an Lübbrechtsen beschließt sowie der Samtgemeinderat dies bestätigt.

In Gründung ist auch der Förderverein in Lübbrechtsen, was Körner in den nächsten Wochen weiter forcieren will, da der Prozess hierfür auch schon etwas länger dauert. Das begründete er damit, dass ursprünglich eine gemeinsame Satzung aller Feuerwehrfördervereine geplant war und jetzt doch jeder seine eigene entwirft. Etwas gesunken ist auch die Zahl der Aktiven, wobei nur diejenigen nicht mehr erfasst wurden, die in der Vergangenheit auch nicht mehr zum Dienst kamen. Körner hat allerdings Hoffnung, dass sie sich noch einmal für den Dienst begeistern können und dann natürlich auch wieder als Aktive erfasst werden. Der guten Stimmung in der Ortswehr tat das aber keinen Abbruch. In einem ruhigen Jahr mit nur zwei Fehlalarmen standen vor allem die Veranstaltungen im Mittelpunkt, auf denen die Gemeinschaft gepflegt wurde. In nächster Zeit könnten die Alarmierungen aber wieder zunehmen, da eine Unterstützung der Stützpunktfeuerwehr Marienhagen bei Einsätzen geplant ist. Erfreut war Körner darüber, dass der Altersschnitt wieder etwas gesenkt werden konnte. Denn mit Cedrik Voges und Ruben Steins wurden zwei Aktive nach erfolgreicher Truppmann-Ausbildung zum Feuerwehrmann ernannt. Befördert wurde zudem auch noch der stellvertretende Ortsbrandmeister Jens Brandes, der zukünftig Hauptlöschmeister-Schulterstücke tragen darf. gök

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