Mitglieder von POM informieren sich über aktuellen Stand zum Bau der Ortsumgehung

Tunnel- und Dammbau schwierig

„Bei allem Respekt vor dem Schutz der Tierwelt, sollte man den Menschen nicht vergessen“, warnt Vorsitzender Gerhard Knoke bei der POM-Versammlung vor einer zeitlichen Verzögerung beim Bau des Tunnels.
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„Bei allem Respekt vor dem Schutz der Tierwelt, sollte man den Menschen nicht vergessen“, warnt Vorsitzender Gerhard Knoke bei der POM-Versammlung vor einer zeitlichen Verzögerung beim Bau des Tunnels.

Marienhagen – „Wir haben unsere Arbeit gemacht”, betont Gerhard Knoke, „jetzt sind die gefragt, die den Bau unserer Ortsumgehung verantworten, vorantreiben und bauen.” Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins Pro Ortsumgehung Marienhagen (kurz: POM) skizziert der Vorsitzende, was in jüngster Zeit rund um das 74-Millionen-Euro teure Bauprojekt geschehen ist und bis zur geplanten Fertigstellung Anfang 2027 noch geschehen soll.

„Größte Herausforderung“ ist nach Meinung des POM-Vorsitzenden der Bau des Tunnels. Das gilt insbesondere für die für den Tunnelbau im Bereich des Duinger Berges nötigen Vorarbeiten. Knoke führte aus, dass der rund 400 Meter lange Tunnel von Marienhagen aus gesehen nicht direkt auf die untere Sohle des Steinbruchs treffen werde. Damit die B 240 auf der unteren Steinbruchsohle fortgeführt werden kann, müsse ein Damm gebaut werden. Auf dem Damm soll auch ein Regenrückhaltebecken Platz finden. Errichtet werden soll der Damm unter anderem aus Abbruchmaterial, das beim Einschnitt vom Bruch in Richtung Weenzen-Nord anfallen wird. Der Einschnitt werde rund 300 Meter lang sein und wie der Tunnelbau mittels Sprengarbeiten erfolgen. Zum Schutz der Tiere während der Brutzeit dürfen die Sprengarbeiten nur in einem Zeitfenster von sieben Monaten zwischen August und Februar erfolgen.

Bei der POM sieht man die zeitliche Begrenzung, die auf Einwänden der Unteren Naturschutzbehörde beruht, kritisch. Der Verein befürchtet, dass sich die Bauzeit dadurch verlängern wird. „Bei allem Respekt vor dem Schutz der Tierwelt, sollte man den Menschen nicht vergessen“, gab Knoke zu bedenken. Was sich mit steigender Tendenz jeden Tag an Verkehr durch Marienhagen zwänge sei „unverantwortlich und Angst erregend.“ Er stellte klar: „Wir brauchen die Ortsumgehung schnellstmöglich.“  – oel

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