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Start der Orgelsanierung

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Viele engagierte Menschen beteiligen sich, um der denkmalgeschützten Kirchenorgel wieder zu ihrem alten Klang zu verhelfen.
Viele engagierte Menschen beteiligen sich, um der denkmalgeschützten Kirchenorgel wieder zu ihrem alten Klang zu verhelfen.

HOYERSHAUSEN  Mit einem geradezu feierlichen Akt wurde der Start der Orgelsanierungsarbeiten in Hoyershausen begleitet. Kurz vor Weihnachten war die kirchenaufsichtliche Genehmigung durch das Landeskirchenamt erteilt und der Orgelbauvertrag mit der Orgelbaufirma Hammer aus Hemmingen besiegelt worden.

Die traditionsreiche und renommierte Firma mit Orgelbaumeister Georg Schloetmann in der Leitung hatte sich mit guten Ideen zu den Problemen der Philipp-Furtwängler-Orgel von 1851 gegen zwei andere Angebote durchgesetzt. Das wertvolle Instrument steht seit 1954 unter Denkmalschutz und gilt als typisches Instrument aus der Frühzeit der Firmengeschichte Philipp Furtwänglers und soll mit seinen 668 Pfeifen der 14 Register seinen prächtigen Orgelklang wiedererhalten. Seit Jahren gab es Probleme aufgrund hochgradiger Verschmutzung und Undichtigkeiten in den Windladen und der Balganlage. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die gründliche Reinigung des gesamten Orgelwerks. Hinzu kommt das Regulieren und Ausbessern der gesamten Mechanik, Dichten der Risse in den Windladen und der Balganlage, dazu Erneuerung einiger Prospektpfeifen und Isolierung der Balgkammer auf dem Dachboden der Kirche. Zum Abschluss wird der Wiederaufbau der Orgel und die Intonation, also das Stimmen der Orgel, vollzogen. 56 000 Euro mussten für diese Maßnahmen aufgebracht werden. Darin sind auch Baunebenkosten enthalten, wie die Aufrüstung der Heizung mit einer automatischen Regelanlage mit einem Datenlogger, der fortlaufend die Messwerte speichert. Denn ein behutsames Aufheizen des Kirchenraums ist für den Werterhalt der Orgel erforderlich. Dies war eine Auflage der Landeskirche Hannover, die die Restaurierung mit dem großen Beitrag von 14 000 Euro unterstützt. Der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld fördert mit 11 000 Euro. Gudrun Bosman, Organistin und Orgelbeauftragte der Kirchengemeinde, dankte in ihrer kurzen Rede allen Unterstützern des Projektes. Schon seit Jahren haben Gemeindeglieder bei verschiedenen Gelegenheiten fleißig Spenden auf einem Sonderkonto beim Kirchenkreis angesammelt. In diesem Jahr kamen auch großzügige Spenden von Orgelliebhabern aus Alfeld dazu. So haben sie innerhalb von sechs Jahren mehr als 10 000 Euro aufgebracht. Der ortseigene Förderverein steuert 2 650 Euro bei. Die Klosterkammer Hannover stellt den großen Betrag von 10 000 Euro zur Verfügung, die Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken und die Volksbank Alfeld fördern mit 5 000 Euro, die Mannheimer Stiftung Christuskirche stellt 2 000 Euro zur Verfügung und die Kirchenstiftung „miteinanderfüreinander“ 1 000 Euro. Auch Pastor Steffen Voß bedankte sich bei den Vertretern der Stiftungen. Wolfgang Keunecke und Jörg Hahne vom Vorstand der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken und Hans Nottbohm von „miteinanderfüreinander“ verschafften sich zusammen mit Gudrun Bosman und Bürgermeisterin Ursula Senne vor Ort noch einen Überblick über den derzeitigen Zustand der Orgel und die künftigen Arbeiten. Pastor Voß dankte schließlich Gudrun Bosman für ihr großes Engagement und wünschte den Mitarbeitern der Orgelbaufirma gutes Gelingen und Gottes Segen für ihre umfangreiche Arbeit. Die Arbeiten werden je nach Winterdauer vier bis fünf Monate dauern. gök

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