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Naturkundliche Wanderung in Weenzen

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Von: Mareike Ehlers

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Geologie zum Anfassen
Geologie zum Anfassen: Uwe Jauss hat die verschiedenen Gesteinsarten, die zum Teil noch im Gebiet abgebaut werden, für die Teilnehmer der Wanderung mitgebracht. © Foto: Privat

Weenzen – Der Naturschutzverein Gronau unter dem Dach des Ornithologischen Vereins Hildesheim zusammen mit der Nabu-Gruppe Hildesheim hatte zu einer naturkundlichen Wanderung eingeladen. Ziel war der geologische Lehrpfad im Weenzer Bruch. Das Gebiet zwischen Weenzen, Duingen und Wallensen ist in geologischer Hinsicht bemerkenswert.
Bodenschatzvielfalt
Fast nirgendwo in Deutschland findet man auf so engem Raum eine solche Vielfalt an Bodenschätzen. Das Besondere dabei ist, dass es sich um Rohstoffe aus den drei Erdzeitaltern Erdaltertum, Erdmittelalter und Erdneuzeit handelt. Hier findet man Gips, der sich vor ungefähr 250 Millionen Jahren (Perm) in einem Zechsteinmeer abgelagert hatte, direkt neben grade einmal drei Millionen Jahre alten Braunkohlefeldern (Tertiär). n unmittelbarer Nachbarschaft finden sich außerdem Kalkgestein und hochwertiger Ton. Beides sind Ablagerungen aus dem Jura beziehungsweise der Kreide und somit 140 bis 150 Millionen Jahre alt. Und nicht zu übersehen: feiner weißer Quarzsand mit einem Alter von rund 30 Millionen Jahren (Tertiär). In dieser Zeitspanne zwischen 250 bis drei Millionen Jahren bewegte sich die Gruppe also auf der sechs Kilometer langen Wanderstrecke des geologischen Lehrpfades unter der Führung von Uwe Jauss aus Eime.

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