Wählergemeinschaft Ith-Külf will Antrag im Samtgemeinderat einbringen

Möglicher Legehennenstall: „Erhebliche Belastung“

Blick in einen Legehennenstall: Jörg Lange und Friedrich Meyer möchten solche Bilder nicht in Lübbrechtsen sehen.

LÜBBRECHTSEN Der Ratsherr Friedrich Meyer von der Wählergemeinschaft Ith-Külf (WIK) will im Duinger Samtgemeinderat einen Antrag zum Legehennenstall einbringen. Meyer hatte bereits beim jüngsten Treffen des Gremiums eine Vertagung dieses Themas erwirkt, da der Investor des Legehennenstalls, Friedrich-Ernst Habeney, im Juli überraschend verstorben war (die LDZ berichtete).

Meyer hat sich am Montag mit dem Anwohner und Gegner des Bauvorhabens, Jörg Lange, getroffen. Wie Lange der LDZ mitteilt, habe man sich über einige Unstimmigkeiten ausgetauscht. Hintergrund: Lange klagt mit einem weiteren Bewohner der Samtgemeinde gegen den Bauantrag, der seines Erachtens einige Ungereimtheiten erhält. „Ein Schreiben der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH vom 7. November 2011, in dem steht, dass der Betreiber Habeney keine Dusche und kein WC in die Legehennenfabrik einbauen möchte, weil er auch nicht an den öffentlichen Abwasserkanal angeschlossen werden will, hat Meyer von mir bekommen“, teilt Lange mit. Meyer sei laut Langes Auskunft verwundert gewesen, dass trotzdem die Baugenehmigung erteilt wurde. Außerdem haben sich die beiden über MSRA-Keime ausgetauscht. Lange möchte nun öffentlich machen, dass „bald die Gefahr von hier ausgeht, gerade weil die MSRA-Keime mit dem ungefilterten Feinstaub von 39 900 Hühnern nachweislich im Umkreis von 7,5 Kilometern verteilt werden“. Meyer will aufgrund der Entwicklungen folgenden Antrag im Samtgemeinderat stellen: „Die WIK schlägt vor, der Errichtung eines Legehennenstalls in Hoyershausen/Lübbrechtsen nicht zu zustimmen. Begründung: Wohl wissend, dass die Samtgemeinde Duingen keinerlei Entscheidungsbefugnis in dieser Angelegenheit hat, möchte der Samtgemeinderat seine Meinung zum Ausdruck bringen gegenüber allen Verantwortlichen in dieser Angelegenheit, diesen Legehennenstall nicht zu errichten, da er eine erhebliche Belastungsprobe darstellt für die Dorfgemeinschaft.“ Wie es für Lange und seine Klage weitergeht, formuliert der Anwohner so: „Sollten wir die Klage gewinnen, muss der Bauherr auf eigene Kosten den Rückbau bezahlen.“ Er geht aber erstmal davon aus, dass weiter gebaut wird, „da ein Investor auch Erbe ist“. Außerdem soll es laut Lange stille Teilhaber geben. flo

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