Seit 20 Jahren feiern die Lübbrechtser besondere Gottesdienste auf Hof Glenewinkel

Erfolgsgeschichte unter dem Fallschirm

Die kleine Alana-Joleen Hanke wird während des Gottesdienstes getauft. Foto: Göke

LÜBBRECHTSEN  Nicht ganz standesgemäß mit einem Frühschoppen startete die Erfolgsgeschichte des Fallschirmgottesdienstes in Lübbrechtsen. Während der Kirchenvorstand 1994 einen kleinen Festgottesdienst an der Lübbrechtser Kapelle aufgrund der erfolgten Kapellensanierung veranstaltete, war nebenan auf dem Hof von Jürgen Glenewinkel ein kleiner Frühschoppen unter dem gespannten Fallschirm auf dem Hof.

Der damalige Pastor Henning Forwergk hatte dann zusammen mit dem Kirchenvorstand und Jürgen Glenewinkel die Idee, einen Freiluft-Gottesdienst unter dem Fallschirm ins Leben zu rufen. Im Folgejahr war es dann soweit, und die Erfolgsgeschichte nahm seinen Lauf. Nach Jahren des stetigen Zuspruchs folgte dann in diesem Jahr schon die 20. Auflage auf dem Hof von Glenewinkel. Die Planung erfolgte wie in jedem Jahr sehr frühzeitig. Allerdings stand noch nicht fest, wer der Nachfolger von Pastor Thomas Just wird. Ursula Senne vom Kirchenvorstand war daher sehr froh, dass sich Pastor Heinrich Schlimme bereit erklärte, den Gottesdienst zu leiten, obwohl er sich sonst um die Seelsorge in Alfelder Altenheimen kümmert. Neugierig war auch Pastor Steffen Voss unter den über 150 Gottesdienstbesuchern, der den Freiluft-Gottesdienst dann ab dem nächsten Jahr durchführen wird. Als Besonderheit war der Cäcilienchor Everode dabei, der den Gottesdienst begleitete. Nicht vergessen werden den Jubiläumsgottesdienst wohl die Eltern und Paten der kleinen Alana-Joleen Hanke, die während des Gottesdienst feierlich getauft wurde. Dies alles wäre aber ohne das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen. „Zwei Stunden vor dem Gottesdienst wurde wieder alles aufgebaut, damit sich hier alle wohlfühlen“, so Senne, die auch Bürgermeisterin der Gemeinde ist. Sie betonte, dass hier in den kleinen Orten alle zusammenhalten müssen. Für die Gastfreundschaft in den vergangenen 20 Jahren erhielt schließlich Jürgen Glenewinkel noch einen Präsentkorb. Nach dem Gottesdienst genossen die Besucher das Gegrillte der Feuerwehr, die sich wiederum den Grillstand kümmerte. Die Kollekte bleibt auch in der Gemeinde und wird für die Kapelle verwendet. Auch Schlimme zeigte sich über seinen ersten Fallschirm-Gottesdienst sehr erfreut: „Es war mir ein reines Vergnügen in dieser tollen Umgebung!“ Nächstes Jahr wird er wieder dabei sein, wenn auch wohl nur als Gottesdienstbesucher. gök

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