Einweihung des Töpferofens in Coppengrave

Einzigartiges Markenzeichen im Pottland

Der Töpferofen ist durch die neue Umhausung jetzt gut geschützt. Foto: Göke

COPPENGRAVE Vermutlich haben im Pottland vor mehreren hundert Jahren an vielen Stellen gleichzeitig Schornsteine gequalmt, damit das berühmteste Erzeugnis der Region hergestellt werden konnte. Zig Töpferwerkstätten gab es in der Region, in denen das berühmte Duinger Steinzeug hergestellt wurde. Mittlerweile gibt es – bis auf eine Ausnahme – überall nur noch moderne elektrische Brennöfen. In Coppengrave schuf ein Team der Uni Göttingen im Jahr 2000 im Rahmen der 600-Jahr-Feier des Ortes nach historischem Vorbild einen Töpferofen, mit dem das Uni-Team und später die Unterstützer vom Duinger Töpfermuseum Keramik brennen konnten. Der Bau des Ofens dauerte damals etwa zwei Wochen. Die über sechs Meter langgestreckte Form des Ofens, der an einem kleinen Hügel errichtet wurde, besteht aus einem tunnelartigen Gerüst aus etwa 300 gebogenen Weidenzweigen, die als Stütze für zwei Schichten Lehm dienen. Der Bau wurde damals auch von der Coppengraver Gemeinde gefördert, die die Unterkunfts- und Materialkosten übernahm. Sogar der NDR berichtete in einem Fernsehbericht über das interessante Projekt. 2012 wurde der Ofen das letzte Mal mit großem Aufwand angeheizt.

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