Gemeinderat ist überzeugt von der Konzeptvorstellung des „Arbeitskreises Mehrgenerationenplatz Hoyershausen“

„Das war eine Punktlandung“

Stellen dem Gemeinderat ihre weit fortgeschrittenen Planungen vor (von links): Ulrike Sürig, Nico Werner und Welf Lüttig vom „Arbeitskreis Mehrgenerationenplatz Hoyershausen“. Foto: Boidol

HOYERSHAUSEN Der Mehrgenerationenplatz in Hoyershausen nimmt Gestalt an. Im April soll der erste Spatenstich erfolgen. Ein Koordinierungsgespräch mit dem Bau- und Ordnungsamt sowie dem Bauhof hat es bereits gegeben. Außerdem haben die Mitglieder des „Arbeitskreises Mehrgenerationenplatz Hoyershausen“, der für die Planung verantwortlich ist, dem Gemeinderat ihr ausgereiftes Konzept vorgestellt.

Seit zweieinhalb Jahren plant die Gruppe die Umsetzung. Auf einem Areal von 23 mal 25 Metern wird auf dem Platz zwischen Kirchhofstraße und Lange Straße ein Ort entstehen, der ein Treffpunkt für alle Altersgruppen sein soll. Die bisher eingeplanten Elemente sind ein Spielturm, eine Doppelschaukel, eine Sitzgruppe sowie ein Boule-Platz.

Ein Turm zum Klettern

Für die Kinder wird ein so genannter „Ritterturm“ vorhanden sein. „Er hat alles, was wir uns wünschen“, sagte Welf Lüttig vom Arbeitskreis, dem außerdem Ulrike Sürig, Nico Werner, Maria Pilchowski und Angela Griese angehören. Der Turm bietet eine Rutsche, Treppen zum Aufstieg und die Möglichkeit, auf einem großen Tau zu balancieren. Er wird, wie die meisten derzeitig geplanten Elemente, größtenteils aus Robinien-Holz bestehen, das bei Erdkontakt eine Haltbarkeit von bis zu 30 Jahren besitzt. „Es soll nachhaltig sein, etwas für die nächste oder sogar übernächste Generation“, so Lüttig über die Wahl des Materials.

Anstatt Sand sollen zum Fallschutz an vielen Stellen des Platzes, wie unter dem Spielturm oder der Schaukel, Hackschnitzel verwendet werden. Diese können einfacher ausgewechselt werden und sind für Katzen als Toilette nicht so attraktiv. Um das Gelände abzugrenzen, haben sich die Planer gegen einen Metallzaun entschieden. Stattdessen sollen Baumstämme zum Einsatz kommen, die gleichzeitig zum Balancieren und als Sitzmöglichkeit genutzt werden können. Der Bouleplatz soll eine Größe von vier mal zwölf Metern besitzen und wird auf der Nordseite des Areals eingerichtet.

In Zukunft könnte der Platz noch erweitert werden, beispielsweise um eine Wippe oder ein Reck. Einige Geräte sind auch noch vom ehemaligen Spielplatz des Ortes im Bauhof in Duingen eingelagert, und könnten jetzt wieder Verwendung finden.

Nach den vorsichtigen Schätzungen der Planer sollten die Kosten für die fest eingeplanten Elemente des Mehrgenerationenplatzes 10 200 Euro betragen. 9 950 Euro sind jetzt schon zusammen. Neben 5 000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde kann der Arbeitskreis Spendengelder von Bürgern, Unternehmen und Vereinen für den Bau einsetzen. Die Montage und der Transport der Geräte wird darüber hinaus vom Bauhof übernommen und kostet die Gemeinde nichts. Einige kostenlose Dienste und Sachleistungen sind ebenfalls zugesagt: Landwirt Konrad Vespermann spendet die Hackschnitzel, Landwirt Henrik Gödeke Holzstämme zur Abgrenzug des Geländes. 20 Stunden Arbeit mit dem Minibagger hat zudem der Kommunaldienst Schünemann zugesagt. Die Bepflanzung des Mehrgenerationenplatzes übernimmt die Dorfgemeinschaft.

Planung überzeugt

Der Gemeinderat Hoyershausen war uneingeschränkt zufrieden mit dem Konzept des Arbeitskreises. „Der Platz wertet den Ort insgesamt auf“, äußerteRatsmitglied Mark Hollstein. Friedhelm Ende sagte über die Projektvorstellung: „Das war eine Punktlandung, es sind keine Gegenstimmen gekommen.“ Bürgermeisterin Ursula Senne zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. Besonders gefiel ihr das generationsübergreifende Konzept und die Verwendung des haltbaren Rubinien-Holzes: „Sie können stolz auf sich sein, und wenn wir es realisieren, kann auch die ganze Gemeinde Hoyershausen stolz sein“, äußerte sie gegenüber den Planern.

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