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Kanal-Inspektion in Grünenplan

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Eine Kanalkamera ist ab dem 21. November in Grünenplan im Einsatz.
Eine Kanalkamera ist ab dem 21. November in Grünenplan im Einsatz. © veolia.de

Grünenplan – In der 47. Kalenderwoche beginnt die TV-Inspektion in Grünenplan, dann zeichnet die Fachfirma Veolia Umweltservice aus Kassel im Auftrag des Wasserverbandes Peine den aktuellen Zustand des Kanalsystems auf. „Dazu fährt ein kleiner Kameraroboter die Rohre innen ab und zeichnet Bilder auf, die wir im Anschluss auswerten“, beschreibt Ralf Hamann, Kanalsanierer des Verbandes, das Vorgehen. Für aussagekräftige Bilder müssten die Kanäle vor der Befahrung zunächst im Hoch­druckverfahren gespült werden. „Wichtig ist hier, dass die vorgeschriebene Be- und Entlüftung der Hausanlage funktioniert.“ Zudem erleichtere der freie Zugang zu Kontrollschächten, die auch auf privaten Grundstücken liegen könnten, die zügige Unter­suchung, denn diese Schächte sind Einstiegspunkte für die Kanalkamera. Bis Mitte des kommenden Jahres soll die Befahrung der rund 35 Kilometer Kanalnetz und der 1.500 dazu gehörenden Schächte in Grünenplan abgeschlossen sein.

Diese genaue Bestandsaufnahme des Kanalzustands beginnt in der Regel mit der Befahrung der sogenannten Hauptkanäle, der großen Sammler im öffentlichen Straßenraum. Im Anschluss werden die von dort abzweigenden Anschlussleitungen bis zu den Privatanlagen mit einem kleinen Kameraroboter befahren. In Grünenplan beginnt die Fachfirma Veolia Umweltservice im Bereich der Holzbergsiedlung – dann können auch Wagen der Onyx Rohr- und Kanalservice die Untersuchung ausführen. „Die Hochdruckspülung vorab ist dringend notwendig, um den Zustand der Rohre mit der Kanal­kamera überhaupt korrekt aufnehmen zu können“, so Hamann. Mit Be­einträchtigungen sei bei einer den anerkannten technischen Regeln (hier DIN 1986) betriebenen privaten Entwässerungs­anlage nicht zu rechnen. Das bedeute in erster Linie, auf eine ausreichende Be- und Entlüftung zu achten, damit eventuell entstehende Luftüberdrücke abgeführt werden können, führt der Kanalsanierer aus.

Ein funktionierender Druckausgleich vermeidet mögliche Ver­unreinigungen der Wohnungseinrichtungen, etwa durch einen Rückstau des Abwassers. „Ist ein Rauschen durch den Geruchsverschluss der Toilette oder Dusche zu hören, ist das ein posi­tives Zeichen – das spricht dafür, dass die private Hausleitung keine Verstopfungen aufweist und das System funktioniert“, beantwortet der Kanalsanierer eine häufige Frage. Sollte sich nach der Unter­su­chung ein unangenehmer Geruch bemerkbar machen, spricht das dafür, dass das Wasser aus dem Geruchsverschluss teils herausgesaugt wurde. „In solchen Fällen einfach Wasser ins Waschbecken laufen lassen oder die Toilettenspülung betätigen, dann wird das Wasser im Geruchsverschluss ersetzt“, rät er.

Da der Fortschritt der Inspektionsarbeiten stark von den Rahmenbedingungen abhängt, kann leider kein genauerer Zeitplan veröffentlicht werden, wann die Fachfirmen in welchen Straßenabschnitten der Ortschaft agieren. Für Schäden oder Verschmutzungen, die durch nicht DIN-gerechte private Grundstücks­ent­wässerungsanlagen entstehen, kann der Wasserverband Peine keine Haftung übernehmen. Die zügige Überprüfung können die Bürger mit dem Zugang zu den Grundstücken unterstützen. Der Wasserverband Peine bittet deshalb die Eigentümer, den Mitarbeitern der beauftragten Fachfirma zu Unter­suchungszwecken Zugang zu den Grundstücken zu gewähren und dort eventuell vorhandene Kontrollschächte zugängig zu machen. Denn auch diese Schächte können notwendige Zugänge für den kleinen Roboterwagen darstellen.

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