1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Delligsen

...mit einer Glasauktion

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Vitrine im Glasmuseum mit Stücken aus der Sammlung Hüttmann.
Vitrine im Glasmuseum mit Stücken aus der Sammlung Hüttmann. © Privat

Grünenplan –  Am Sonntag, 15. Mai, thematisiert das Glasmuseum in Grünenplan die Dauerleihgabe Hüttmann aus Gau-Algesheim (etwa 600 Gläser) mit einer Glasauktion (etwa 400 Gläser) von Gebrauchsgläsern von 11 bis 12 Uhr im Spiegelsaal des Glasmuseums Grünenplan. Danach werden mit einer Schausammlung die wertigen Gläser im Glasturm des Museums und einer ersten Themenausstellung „Emaillebemalte Gläser und Flaschen“ in einer Museumsvitrine vorgestellt. Zur Glasauktion spielt der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Grünenplan. Der Eintritt am Museumstag ist frei – alle Auktionslose beginnen mit einem Euro pro Glas. Es werden auch Kaffee, Bier, Sprite, Cola und Prosecco für jeweils einen Euro angeboten. Ab 14 Uhr kann es Führungen zum Glasmacherhaus Kirchtalstraße 13, dem sozialgeschichtlichen Glasmuseum im Ensemble-Denkmal Holzbergsiedlung (von 1749), geben – Interessierte tragen sich bitte in eine im Museumscafé ausliegende Liste ein.

Das Glasmuseum Grünenplan thematisiert die 850-jährige, kontinuierliche Glasmachergeschichte der Hilsmulde als das wichtigste Alleinstellungsmerkmal Grünenplans. Das Glasmacherhaus Kirchtalstraße, selbst ein originales Gebäude des „Neuen Anbaus am Grünen Plan“ des Johann Georg von Langen von 1749, präsentiert die Sozialgeschichte des Glasmacherortes Grünenplan – diese erste, so regelmäßig angelegte Glasmachersiedlung stellt ein zweites Alleinstellungsmerkmal dar. In der Nachfolge der letzten Waldglashütte entstand 1667 die erste ortsfeste Glashütte am Grünen Plan – aktuell ist die Schott AG Grünenplan eines der weltweit drei Kompetenzzentren für Dünnstglas; ein solches Dünnstglas ist so „dick“ wie ein Haar!

Beim Glasmuseum wurde der Glastemperofen der letzten Waldglashütte „unter dem Hilsborn“ rekonstruiert und demonstriert, dass mundgeblasenes Glas schrittweise abkühlen musste, um sich nicht „selbst zu zerreißen“ – der einzige translozierte und restaurierte Glastemperofen stellt das dritte Alleinstellungsmerkmal Grünenplans dar. Wie wichtig das sachgerechte Tempern von Glaserzeugnissen ist, demonstrieren nicht nur die massiven Glasbausteine für das Memorial in Madrid-Antioquia mit Mustern im Glasmuseum Grünenplan, sondern auch die Glasfusing-Arbeiten, bei denen Farbgläser allein mit dem gleichen Ausdehnungskoeffizienten miteinander verschmolzen werden – die Glasfusing-Werkstatt Brunotte wird sich im Museums-Café vorstellen.

An den drei Ortseingängen begrüßen Besucher und die Durchreisenden Glasfusing-Ortseingangsschilder – das vierte Alleinstellungsmerkmal des Glasmacherortes! In der Ortsmitte erinnert ein Glasmachersippenbaum an die mittelalterliche und frühneuzeitliche Glasmachertradition der Waldglashütte im Hils. Gegenüber der Schott AG Grünenplan erinnert eine vierstellige (G-L-A-S) Glasfusing-Hommage nach dem Motto „Es ist ein unendliches Kreuz, gut Glas zu machen“ an den Ortsgründer Johann Georg von Langen, der 1749 den „Neuen Anbau am Grünenplan“ entwickelte, der dann zur Keimzelle der Ortschaft Grünenplan wurde.

Beim Glasmuseum erläutert eine Glasstele an die 850-jährige Glasgeschichte im Hils und die seit 1667 erste ortsfeste Glashütte. Der erste und einzige gläserne „Öffentliche Bücherschrank“ beim Glasmuseumseingang stellt ein fünftes Alleinstellungsmerkmal Grünenplans dar. Alle Schulen der Region sind herzlich eingeladen, altersgerecht-gestaltete, kostenfreie Informationstermine im Glasmuseum oder Glasmacherhaus oder für Aktionstage (zum Beispiel Wald und Glas) mit der Tourismusinformation (info@gruenenplan.de) oder dem Vereinsvorsitzenden (kraemer-gruenenplan@t-online.de) abzusprechen.

Auch interessant

Kommentare