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Silbernes Facettenkreuz für Joachim Sieburg

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Ehepaar Sieburg Stephanie von Lingen
Für alles, was er angestoßen, in Bahnen gelenkt und begleitet hat, wurde Joachim Sieburg von Superintendentin Stephanie von Lingen (r.) das silberne Facettenkreuz, die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche in der Landeskirche, verliehen. Mit im Bild Ehefrau Annegret Sieburg. © Christian Dolle

Ellensen – „In Gottes schönster und größter Kathedrale“ begrüßte Pastorin Sarah Coenen Stiftungsmitglieder und Gäste zum Stiftungstag im Pfarrgarten in Ellensen. Bevor sie noch deutlicher auf die Natur als Gottes Geschenk an die Menschen einging, galt es, Joachim Sieburg zu würdigen.

Joachim Sieburg ist seit 40 Jahren ehrenamtlich tätig, im Kirchenvorstand, auf Freizeiten, für die Stiftung und und und. Sein Anliegen, so sagte er, war es immer, die Region voranzubringen. Zudem habe man ihm damals gesagt, es sei nicht viel Arbeit, doch jetzt nach vier Jahrzehnten musste er sich eingestehen, dass das nicht so ganz richtig ist. Dennoch hat ihm die Arbeit immer Spaß gemacht, und er würde sogar auch anderen empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren, da es außer viel Arbeit eben auch persönliche Erfahrungen mit sich bringt und die Chance, sich zu verwirklichen.

Höchste Auszeichnung der Landeskirche für Ehrenamtliche

Für alles, was er angestoßen, in Bahnen gelenkt, begleitet hat, wurde ihm von Superintendentin Stephanie von Lingen das silberne Facettenkreuz, die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche in der Landeskirche, verliehen. Anstecken durfte es ihm Ehefrau Annegret. Denn über so lange Zeit ist solches Engagement natürlich nur mit der richtigen Unterstützung möglich.

Die Superintendentin lobte auch die Arbeit der Stiftung mit den lapidaren Worten „Machen Sie mal weiter so“, denn angesichts dieses Festes im gepflegten Grünen brauchte es gar nicht mehr Worte. Zur Erklärung sei dennoch angemerkt, dass die Stiftung der Kapellengemeinde Ellensen, Eilensen und Krimmensen im Jahr 2005 gegründet wurde und im vergangenen Jahr unter anderem die Zuwegebeleuchtung für das Wichernhaus verbesserte, eine Fernbedienung für die Glockensteuerung installierte und die Vakanz der Küsterstelle durch diverse Arbeitsstunden auffing.

Begleitet bzw. umrahmt von der Musik der Bläser, die für die Kirchenkreisband Trinitas eingesprungen waren, präsentierte Sarah Coenen im Anschluss zwei Texte, die im Grunde unterschiedlicher nicht sein können. Zum einen die biblische Geschichte der Schöpfungstage, zum anderen eine Ansprache des Astronauten Alexander Gerst an die nachfolgenden Generationen, denen wir einen Planeten in desolatem Zustand hinterlassen.

Gerade hier unter freiem Himmel entfalteten beide Texte zusammen und die eindringliche Wiederholung der Erschaffung des Menschen – bei der Pastorin Coenen betonte, dass „untertan machen“ nicht als ausbeuten gedeutet werden dürfe – eine besonders eindringliche Aussagekraft. „Es ist ein Auftrag, in Gottes Sinne auf der Erde tätig zu sein“, mahnte Sarah Coenen, bevor in geselliger Runde auch wieder über leichtere Thermen gesprochen wurde.

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