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Sechste Klasse wechselt in Sportrollstühle

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Sechstklässler und innen spielen Rollstuhlbasketball
Perspektivwechsel: Schüler und Schülerinnen der Paul-Gerhardt-Schule probierten sich im Rollstuhlbasketball aus. © PGS Dassel

Dassel – An der Paul-Gerhardt-Schule hat die Klasse 6a im Rahmen ihres Projektes „Leben mit Behinderungen“ einen Aktionstag zum Rollstuhlbasketball erlebt.

Rainer Schomaker, Lehrer an der Göttinger Heinrich-Böll-Förderschule mit dem Schwerpunkt auf körperlicher und motorischer Entwicklung und gleichzeitig Trainer einer Mannschaft für Rollstuhlbasketball, lud die 22 Jungen und Mädchen ein, die 13 Rollstuhlbasketballstühle gleich auszuprobieren, deren Transport von der Heinrich-Böll-Schule nach Dassel der ASC 46 Göttingen ermöglicht hatte.

Den Meisten gelang es bereits nach sehr kurzer Zeit, ein gutes Gefühl für das Beschleunigen, Anhalten und Kurvenfahren zu entwickeln. Auch die Lehrerinnen Kathrin Deppe und Leonie Wegmann, die die Initiative für diese Aktion ergriffen hatten, zeigten sich begeistert. Im Anschluss gab ihnen Rainer Schomaker einige Tipps für das sichere Fahren sowohl in der Halle als auch auf der Straße und zeigte ihnen, wie weit man einen Rollstuhl ankippen kann, bevor er umfällt. Während die eine Hälfte der Schüler*innen dann schon zum Basketball griff und versuchte, aus dem Sitzen heraus Körbe zu werfen, probierte die andere Hälfte das sichere Ankippen aus. Bevor die Klasse sich aufteilte und in mehreren Matches gegeneinander antrat, hatten die Kinder die Möglichkeit, Rainer Schomaker Fragen zum Thema Alltagsleben als Rollstuhlfahrer zu stellen.

Nach einigen spannenden Spielen, bei denen es tatsächlich einigen Schüler*innen gelang, einen Ball im Korb zu platzieren, halfen die Kinder noch tatkräftig mit, die Rollstühle wieder sicher in den Transportern zu verstauen und dankten Rainer Schomaker mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Für das nächste Jahr ist bereits ein weiterer Aktionstag angedacht. Die Schüler*innen waren von der Aktion begeistert, aber insgesamt auch froh und dankbar dafür, dass es für sie „nur“ ein Thementag war, da das Leben in einem Rollstuhl Menschen besonders im Alltag vor sehr große Herausforderungen stelle.

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