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PETA setzt 500 Euro Belohnung auf Hinweise aus

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Brieftaube in der Hand
Bei seiner verletzten Brieftaube stellte der Taubenhalter aus Hoppensen einen glatten Durchschuss fest. Die Polizei ermittelt seitdem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, PETA hat jetzt eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die den oder die Täter überführen. © Symbolbild Presseportal

Hoppensen – Im Fall der schwer verletzten Brieftaube, die Unbekannte am 8. April nachmittags in Hoppensen beschossen haben (leinetal24.de berichtete), hat die Tierrechtsorganisation PETA jetzt 500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die den oder die Tatverantwortlichen überführen. 

Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, sollte sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711/8605910 oder per E-Mail (whistelblower@peta.de) bei PETA melden – auch anonym. „Die unbekannte Person, die die Taube angeschossen hat, muss gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen verletzt werden“, betont PETA-Fachreferent Peter Höffken. „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach der tatverantwortlichen Person unterstützen und Menschen für Übergriffe auf Tiere sensibilisieren. Wer zum Spaß auf Tiere schießt, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“

„Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren“ 

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, erklärt PETA. Sie kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Fachleute aus der Psychologie und Justiz seien sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. PETA zitiert den Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Die Tierrechtsorganisation handelt nach dem Grundsatz: „Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.“ PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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