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Ordination: „Sie sind hier genau richtig“

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Heike Sieberns und Dr. Lukas Pieper wurden in einem gemeinsamen Festgottesdienst von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder (r.) in ihr Amt eingeführt, links Superintendentin Stephanie von Lingen.
Dienst im Namen Gottes: Heike Sieberns und Dr. Lukas Pieper wurden in einem gemeinsamen Festgottesdienst von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder (r.) in ihr Amt eingeführt, links Superintendentin Stephanie von Lingen. © Christian Dolle

Dassel - Gleich zwei Ordinationen wurden jetzt in St. Laurentius gefeiert. Heike Sieberns und Dr. Lukas Pieper haben dort ihren Dienst im Namen Gottes angetreten: Sie wurden in einem Festgottesdienst von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder in ihr Amt als Pastor*innen in der Emmaus-Gemeinde eingeführt.

Dabei sind sie schon eine Weile in der Gemeinde tätig, genau seit dem ersten Tag des Ukraine-Krieges, wie die Regionalbischöfin feststellte. Dieser Krieg dauert inzwischen seit mehr als 120 Tagen an, Menschen dort wie hier haben Angst vor der Zukunft. Da stellen wir Christ*innen die Frage, aus welcher Quelle wir Kraft schöpfen, führte Dr. Ruck-Schröder aus, nämlich nicht aus uns selbst, sondern aus Gott.

Heike Sieberns und Lukas Pieper habe sie als junge Theolog*innen mit kritischem Blick auf die eingetretenen Pfade der Kirche kennen gelernt, sie seien immer ehrlich und aufrecht „und nicht immer ganz diplomatisch“, so drückte sie sich aus, doch genau solche Glaubwürdigkeit und auch die Fragen, die beide stellten, brauche Kirche heute. Dafür gab es in der voll besetzten Kirche viel zustimmendes Raunen.

Richtig laut wurde es allerdings, als Adelheid Ruck-Schröder anmerkte, dass einer der Assistenten von Lukas Pieper, Dr. Stanislau Paulau, der orthodoxen Kirche angehört und gebürtig aus Belarus stammt. Hier brandete spontaner Applaus auf. Heike Sieberns hatte unter anderem ihre Pastorin aus ihrer Konfirmandenzeit mit dabei, auch hier gab es Applaus.

Bevor es zahlreiche Grußworte der Kirchenvorstände, der örtlichen Vereine, der Schule, der Politik etc. sowie mehrere Ständchen für die beiden Neuen gab, ergriff auch Superintendentin Stephanie von Lingen das Wort. Die geschilderten Eindrücke könne sie bestätigen, nahm sie den Faden auf und fügte hinzu: „Sie sind ja schon ein Teil unseres Kirchenkreises und Sie sind hier genau richtig.“ Anschließend wurde der Tag des Neubeginns noch mit etlichen ehemaligen und neuen Wegbegleitenden gefeiert und viele Gemeindeglieder nahmen die Chance wahr, die beiden Pastor*innen besser kennenzulernen. cd

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