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Das Ziel: Als erste Papierfabrik bis 2030 klimaneutral zu sein

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Hahnemühle in Dassel
Hahnemühle genießt als deutsche „Marke des Jahrhunderts“ weltweit eine ausgezeichnete Reputation. Die Produkte sind in mehr als 130 Ländern weltweit erhältlich. Das Unternehmen mit Hauptsitz im südniedersächsischen Dassel hat Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich, USA, Singapur und China. © oh

Dassel – 70 bis 80 Prozent aller Verbraucher und Verbraucherinnen ist die Nachhaltigkeit und eine verantwortungsvolle Produktion beim Kauf eines Produktes wichtig. Diesem weltweiten Trend trägt auch die Hahnemühle bei ihren Papierprodukten aus neuen alternativen Fasern Rechnung. Dabei ist die Papiermanufaktur mit einer Tradition von mehr als 400 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig und Vorreiterin in der Papierbranche. Zum Beispiel fertigt sie bereits seit 1965 ausschließlich vegane Papiere. 

Nachhaltigkeit bestimmt die Firmengeschichte seit mehr als vier Jahrhunderten. Nicht umsonst ist Hahnemühle heute die älteste deutsche Papiermanufaktur mit ununterbrochener Fertigungstradition am selben Standort. Seit kurzem ist Hahnemühle für alle Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und ihr umweltsensitives Handeln nach der Richtlinie ISO 14001 für Umweltmanagement zertifiziert. Doch das ist nur ein Meilenstein auf dem Weg der Hahnemühle, bis 2030 die erste klimaneutrale Papierfabrik werden.

Hahnemühles Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit:

Die Papiermühle verwendet seit dem Jahr 1584 reines Quellwasser: Am Fuße des Sollings befindet sich der einzige Produktionsstandort der Hahnemühle in einem Landschaftsschutzgebiet. Dementsprechend ist die Papierproduktion umweltverträglich, nachhaltig und wird streng kontrolliert. Das reine Quellwasser wird nach der Produktion dem nahen Fluss Ilme zugeführt – ohne chemische Reinigungsmittel, Biozide oder Konservierungsmittel.

Zellstoffe und Zellstoff-Alternativen: Je mehr Bäume länger wachsen können, desto mehr CO2 wird gebunden. Für Hahnemühle-Papiere wird nur Zellstoff verwendet, der aus nachhaltigen Holzplantagen kommt. Es wird auch kein tropischer Regenwald in Südamerika zerstört. Zellulose – beispielsweise – aus Eukalyptus wird in zertifizierten Plantagen angepflanzt und gewonnen. Die von der Hahnemühle verwendeten Baumwollfasern (Linters) sind feine Fasern, die an den Samen der Baumwollpflanze haften und als Nebenprodukt der Textil- und Ölindustrie anfallen.

„Grüne Papiere“ bilden eine ganze Natural Line Familie: Bereits seit 2008 fertigt Hahnemühle wertvolle Künstlerpapiere aus innovativen, schnell nachwachsenden Pflanzenfasern. Das Hahnemühle Bamboo Papier war und ist der Pionier. Daneben gibt es heute Papiere aus Hanf- und Agavefasern. Auch digital bedruckbares Hanfpapier für Bücher und Broschüren kommt von Hahnemühle. Alle diese Fasern wachsen schnell, benötigen keine Pestizide und brauchen wenig Wasser beim Anbau.

Hahnemühle-Papiere sind höchst alterungsbeständig: Alle Hahnemühle-Papiere erfüllen die hohen Anforderungen der ISO-Norm 16245 für Alterungsbeständigkeit von Papier und extreme Lichtechtheit. In Kombination mit Museumsbedingungen und hochgradig lichtechten und säurefreien Künstlermaterialien überdauern Kunstwerke auf Hahnemühle-Papier Hunderte von Jahren.

Alle Hahnemühle-Papiere sind vegan: Bereits 1965 stellte Hahnemühle als erste Papiermanufaktur ausschließlich vegane Künstlerpapiere her und verzichtet seitdem auf tierische Leime oder andere tierische Bestandteile in ihren Papieren.

Energie aus regenerativen Energiequellen: Hahnemühle deckt den kompletten Strombedarf für die Papierproduktion ausnahmslos durch Wind-, Wasser- und Solarenergie. Alle Energiedaten werden erfasst, bewertet und kontinuierlich gesenkt. Aktuell wird die kleine Flotte von Firmenfahrzeugen auf alternative Antriebe umgestellt.

Als Papiermanufaktur ISO14001 zertifiziert für Umweltmanagement: Die Hahnemühle wurde kürzlich für alle ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen und ihr umweltbewusstes Handeln nach der ISO 14001-Richtlinie für Umweltmanagement zertifiziert. Dies ist Teil des Weges der Hahnemühle, bis 2030 die erste klimaneutrale Papierfabrik zu werden.

Recycling im Produktionskreislauf: Produktionsabfälle und Verschnitt führt die Papiermanufaktur dem Produktionskreislauf wieder zu oder gibt sie, wo dies nicht möglich ist, an andere Verarbeiter ab. Recyceltem Material gibt Hahnemühle immer dann den Vorzug, wenn dies ohne Qualitätseinbußen bei den Premium-Papieren einsetzbar ist, beispielsweise bei Papphülsen für die Papiere auf Rollen und Verpackungskartons.

Umweltverträgliche Verpackungen: Beispielsweise besteht das Füllmaterial der Transportkartons aus recyceltem Papier oder aus Maischips aus 100 Prozent kompostierbarer Maisstärke. Zum Einsatz kommen außerdem Klebebänder und Lieferscheinhüllen aus Papier, um Plastikverpackungen zu reduzieren.

Umweltschonende Papierproduktion steigert die Qualität: Innovative Rohstoffe und ressourcenschonende Prozesse sind charakteristisch für Hahnemühle-Papiere. Das macht die Rohstoffe manchmal teurer und damit auch das Endprodukt, aber es gibt die Gewissheit, keine künstlichen oder umweltschädlichen Stoffe einzusetzen, nur um günstiger zu produzieren.

Papiere sind in mehr als 130 Ländern der Welt erhältlich: Der zentrale Logistikstandort befindet sich im südniedersächsischen Göttingen. Der Logistikdienstleister ist mit einem Preis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet und unterstützt die Bemühungen von Hahnemühle um den Klimaschutz: „Wir bündeln unsere Sendungen für den Transport, um unsere Transportmittel optimal auszunutzen und setzten – wo möglich – auf klimaneutralen Versand. Der Großteil unserer Produkte wird per Schiff oder Bahn transportiert.“

Mit Green Rooster unterstützt Hahnemühle weltweit noch mehr Nachhaltigkeit: Der rote Hahn ist das bekannte Markenzeichen der Hahnemühle, mit der Green Rooster-Initiative fördert das Unternehmen regionale und internationale Umweltschutzprojekte. Bei Aufforstungs-, Artenschutz- und Bildungsprogrammen leistet Hahnemühle so aktiven Umwelt- und Klimaschutz. Dabei orientiert sich Hahnemühle an den 17 Zielen zur Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen und am Gold Standard für Umweltschutzprojekte.

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