SPD-Hochwasserspende für das Ahrtal

„Die dramatische Situation bewegt die Menschen in Dassel ganz besonders“

Dasseler SPD mit dem von ihr unterstützten Bürgermeister-Kandidaten Sven Wolter
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An der „Algier“ machte die Dasseler SPD mit dem von ihr unterstützten Bürgermeister-Kandidaten Sven Wolter auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam. Nur zu gut erinnerten sich die Teilnehmenden daran, dass auch das Stadtgebiet schon von lokalen Starkregenereignissen heimgesucht wurde. „Das wird künftig häufiger passieren.“

Dassel – 2000 Euro für das vom Hochwasserschäden so betroffene Ahrtal hat jetzt der SPD-Ortsverein „Stadt Dassel am Solling“ an Bürgermeisterin Cornelia Weigand von der Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr überwiesen. Die dramatische Situation bewege die Menschen in Dassel ganz besonders, hieß es in dem Begleitschreiben an die Bürgermeisterin.

Der Ortsverein habe sich entschlossen, die noch für den Kommunalwahlkampf eingeplanten Mittel, ergänzt mit Spenden von SPD-Kandidierenden, Ortratsmitgliedern, noch aktiven Ratsfraktions-Mitgliedern und des von der SPD unterstützten Bürgermeister-Kandidaten Sven Wolter an die Gemeinde zu spenden, erklärte Vorsitzender Dr. Franc Pfahl. Die Bürgermeisterin und der Rat der betroffenen Verbandsgemeinde wüssten schließlich am besten, wo die Spende am sinnvollsten eingesetzt werden könne. Das hob auch Dassels Bürgermeister Gerhard Melching hervor. Auch wenn es sich vielleicht nur um einen kleinen Beitrag handele, so sei die Spende doch Geld, das benötigt werde und sofort zur Verfügung stehe. Das sei etwas anderes, als erst aufwändig Fördermittel unter Angabe eines Verwendungszweckes beantragen zu müssen.

Die Hochwasserkatastrophe mit ihren Opfern und erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur lasse die Menschen in Dassel fassungslos zurück, schrieb Vorsitzender Dr. Franc Pfahl an Bürgermeisterin Weigand und die Kolleginnen und Kollegen im Rat der Verbandsgemeinde.

Die Stadt Dassel, so führte dazu Dassels Bürgermeister Gerhard Melching aus, befinde sich in einer ähnlichen topographischen Lage wie Ahrweiler: Die Lage am Rand des Sollings berge ebenfalls die Gefahr, dass kleine Bäche bei solch lokalen Starkregenereignissen zu reißenden Flüssen werden, erinnerte er zum Beispiel an den 3. Juli 2008, wo in Markoldendorf binnen kurzem 130 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen waren, während Lauenberg an jenem Tag „nur“ 30 Liter pro Quadratmeter abbekam. Wenn –  wie in Ahrweiler – über 200 Liter – herunterkämen,  „dann kommt da auch baulich niemand gegen an“.

Der Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen sei längst auch hierzulande spürbar. Man müsse mittlerweile häufiger mit Starkregen und Tornados rechnen. Oder – wie zurzeit im Mittelmeerraum – auch mit Waldbränden. Mit dem Bürgermeister-Kandidaten Sven Wolter sprachen sich die Genoss*innen aus Dassel für die Einführung einer von allen finanzierten Elementarschaden-Versicherung und außerdem für die Freihaltung von Retensionsräumen aus, um Hochwasserwellen zu dämpfen. Katastrophenschutz werde ein überaus wichtiges Thema der nächsten Jahre werden, betonte Wolter, zusammen mit der Feuerwehr müssten sinnvolle Pläne entwickelt werden. Das habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Denn vor solchen Schäden wird künftig niemand mehr sicher sein“, warnte auch Melching eindringlich.

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