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„Das Feuerwehrgerätehaus braucht eine kluge Lösung“

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Bürgermeister-Kandidat Spallek  im Markoldendorfer Freibad
Bürgermeister-Kandidat Spallek (r.) informierte sich über die Situation des Markoldendorfer Schwimmbades. © Privat

Dassel –  Bürgermeister-Kandidat Michael Spallek war jetzt in Markoldendorf unterwegs: Als erstes stand der Besuch des ortseigenen Schwimmbades an, für dessen Erhalt er sich einsetzt. Von Uwe Jahns, Heinz Grobe und Tina Conrad ließ sich der Anwärter auf den Bürgermeister-Posten der Gemeinde die Ausgangssituation schildern. Für ihn macht es keinen Sinn, das Schwimmbad zu schließen, sagt der 36-Jährige. Schwimmbäder seien nicht nur wichtige Orte für soziale Interaktion, sondern ebenso wichtig für den Bildungsauftrag des Schwimmenlernens.

„Die Bundesbürger dürfen kein Volk von Nichtschwimmern werden, und wir können in unserer Gemeinde einen Beitrag dazu leisten.“ Auch sei die körperliche Fitness der Bürgerinnen und Bürger ein nicht zu vernachlässigender Aspekt, dem die Aufrechterhaltung des Sinram-Bades zugute kommen würde. Darüber hinaus sei es gerade im Hinblick auf das neue Baugebiet und die Grundschule völlig verfehlt, das Schwimmbad zu schließen und die Kinder entweder nach Dassel zum Schwimmunterricht zu fahren oder ihnen möglicherweise den Schwimmunterricht zu verwehren. Nach all den guten Argumenten, „denen lediglich Kosten in Höhe von 30 000 Euro jährlich gegenüberstehen“, welche meist noch nicht mal komplett abgerufen werden, fügt Michael Spallek noch an: „Nur wer schwimmen kann, wird ein zukünftiger Badegast werden. Es spricht einfach mehr für den Erhalt als dagegen. Und wer an der Bildung und Freizeitmöglichkeiten spart, spart an der Zukunft.“ Auch den Vorstoß des amtierenden Bürgermeisters Gerhard Melching (SPD), das Schwimmbad abzureißen und ein Feuerwehrgerätehaus darauf zu bauen, lehnt Michael Spallek ab.
„Das Feuerwehrgerätehaus in Markoldendorf braucht natürlich ebenso eine kluge Lösung, und ich bin mir sicher, dass diese gefunden werden kann, ohne eine so wichtige Einrichtung dauerhaft zu verlieren.“

Weiter ging es vom Sinram-Bad durch Markoldendorf zum Alten Markt, an dem sich die Gruppe mit Ortsratsmitglied Vera Thoma traf, um weitere Themenbereiche anzusprechen. Dazu zählten die Situation in und an der Kindertagesstätte, Kurzzeitparkplätze rund um den Alten Markt und die unzureichende Kommunikation mit der Verwaltung in Dassel, wie beispielsweise eine Verkehrsschau, die ohne Mitglieder des Ortsrates stattfand. „Wir wollen ja nicht mehr als die anderen Ortschaften, aber wir wollen gehört werden“, sagt Vera Thoma. Michael Spallek betonte, dass ihm die Sorgen, Wünsche und Nöte der Ortsräte am Herzen lägen und dass er sich künftig dafür einsetzen werde, dass diese Stimmen mehr Beachtung finden, vor allen Dingen, wenn Entscheidungen sie bzw. ihre Ortschaften direkt betreffen.

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