Zwei Banner am Weinberg bei Nette aufgestellt

Sensibilisierung der Biker 

Auf Initiative der Verkehrswacht Bockenem und Umgebung wurden am Weinberg bei Nette zwei Banner aufgestellt, die die Biker sensibilisieren sollen, durch eine angepasste Fahrweise lärm zu vermeiden.
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Auf Initiative der Verkehrswacht Bockenem und Umgebung wurden am Weinberg bei Nette zwei Banner aufgestellt, die die Biker sensibilisieren sollen, durch eine angepasste Fahrweise lärm zu vermeiden.

Nette – Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Pünktlich zum „Tag der Verkehrssicherheit“ hat die Verkehrswacht Bockenem und Umgebung gemeinsam mit der Stadt, Polizei und Straßenmeisterei zwei Banner entlang der Weinberg-Serpentinen bei Nette aufgestellt. Ziel ist es, die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer zu sensibilisieren, durch ein angepasstes Fahrverhalten Lärm zu reduzieren. So heißt es darauf: „Biker! …seid schlau – macht kein’ Radau!“. 

Das Thema hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Vor allem die Anwohner in Nette beschweren sich über Fahrer, die lautstark mit hoher Geschwindigkeit immer wieder über den Weinberg fahren. Aber auch die Gäste des Restaurants am Weinberg fühlen sich durch den Lärm gestört.  Der Vorsitzende der Bockenemer Verkehrswacht, Frank Ebeling, erinnerte beim Aufstellen an eine ähnliche Aktion vor sechs Jahren. „Die Banner waren dann plötzlich verschwunden.“ Der Bockenemer hofft, dass sich nach der neuen Initiative niemand daran zu schaffen macht. „Das Thema ist schon ein besonderer Schwerpunkt und sorgt leider immer wieder für Gesprächsstoff“, betont der Vorsitzende. Er dankte dem städtischen Bauhof und der Straßenmeisterei Bockenem, die die Fläche zur Verfügung gestellt hat, für die Unterstützung bei der Aktion.  Bürgermeister Rainer Block appellierte noch einmal an die Vernunft der Biker, ihre Fahrweise anzupassen und Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen.  Mittlerweile hat die Straßenmeisterei die 30 Zentimeter hohen Leitmale in der Mitte der Fahrbahn wieder aufgestellt. Sie waren vermutlich durch Schwerlastfahrzeuge und dem Winter nahezu alle verschwunden. Der Leiter der Straßenmeisterei Bockenem, Frank Vohland, erläuterte, dass ein schnelleres Aufkleben der Fähnchen wegen der Witterung und aus personellen Gründen nicht möglich gewesen sei. „Es ist erwiesen, dass sich das Tempo in den Kurven reduziert. Ein Slalomfahren ist unmöglich“, sagte Block dazu. Auch die für den Weinberg vorgesehenen Lärm-Displays hätten bei wissenschaftlichen Untersuchungen in Baden-Württemberg die gewünschte Wirkung erzielt. „Wir hoffen schon auf einen Effekt. Unter dem Strich ist es grundsätzlich besser etwas zu machen, als den Kopf in den Sand zu stecken“, ist der Verwaltungschef überzeugt.  Der Chef der Straßenmeisterei warf ein, dass es nicht möglich sei, alle Biker beim Befahren der Bundesstraße 243 auszusperren. „Grundsätzlich sind die Straßen für alle da. Eine Nebenstrecke zu sperren, ist da schon einfacher“, so Vohland. Auch die Polizei hat den Weinberg stets im Blick. „Neben häufigen Streifenfahrten finden dort auch Sonderkontrollen statt, bei denen insbesondere auch die Lautstärke der Maschinen überprüft wird. Dazu suchen die Kollegen stets das Gespräch mit den Fahrern“, berichtet die Polizeibeamtin Birgit Koschnitzke. 

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