Verschenkbörse des Bockenemer Kinderschutzbundes wird voller Erfolg

Wieder prall gefüllte Tische

Die Verschenkbörse des Bockenemer Kinderschutzbundes ist wieder gut besucht. Foto: Vollmer

BOCKENEM Die Zeit für VHS-Videokassetten scheint vorbei zu sein. „Viele wollten sich bei unserer Verschenkbörse von den Kassetten trennen. Teilweise haben sie sich regelrecht getürmt“, erklärte die Vorsitzende des Bockenemer Kinderschutzbundes, Carola Illers. Auf der anderen Seite gibt es aber scheinbar doch noch Liebhaber für die Technik vergangener Tage. So schnappte sich ein Besucher der beliebten Börse „Zu schade für den Müll“, die der Kinderschutzbund seit Jahren ausrichtet, gleich mal eine Auswahl mit Winnetou-Filmen. Aber auch Märchen waren heiß begehrt. Als zweiten Trend berichtete Carola Illers über zahlreiche Gesellschaftsspiele, die einen neuen Besitzer gefunden haben.

Viele Menschen wissen das Angebot zu schätzen. Bereits 20 Minuten vor der Öffnung bildete sich vor der Eingangstür zur kleinen Sporthalle der Oberschule Bockenem eine große Menschentraube. Dann gab es auch kein Halten mehr. Dabei galt wie immer das Prinzip: Wer zu spät kommt, der geht unter Umständen leer aus. Das Prinzip der Verschenkbörse ist denkbar einfach: Am Vormittag bringen die Menschen Dinge, die sie nicht mehr benötigen. Gern gesehen sind Bekleidungsartikel, Bett- und Tischwäsche, Bücher, Spielzeug, Dekoartikel, Kleinmöbel, Haushalts- oder Elektroartikel oder Schmuck. Großen Wert legen die Initiatoren darauf, dass alle Gegenstände noch recht gut erhalten, sauber und funktionstüchtig sind. Nachdem dann das bunte Sammelsurium geordnet ist, öffnen sich die Türen zum Schauen und Mitnehmen.

„Das Interesse an der Verschenkbörse wurde im Laufe der Jahre immer größer. Gäste kommen in der Regel auch von außerhalb. Auch bei der neuen Auflage waren die Tische wieder prall gefüllt“, erläutern die Vertreter der Ortsgruppe. Große Mengen an Kleidung und Büchern gehörten auch mit dazu. Am Ausgang fütterten die Besucher, die nicht selten große Berge aus der Halle schleppten, kräftig das Sparschwein des Kinderschutzbundes.

Der Erlös kommt den kleinen Leuten im Stadtgebiet zugute. „Ein konkretes Projekt steht aber noch nicht fest“, so Illers. mi

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