Bockenemer Ortsrat spricht über die weitere Gestaltung des alten Realschulgeländes

Viele hoffen auf eine Drogerie

Ohne den Abriss des gerade erst renovierten Wohnhauses können die Pläne des Investors auf dem früheren Realschulgeländes nicht realisiert werden. Foto: Vollmer

BOCKENEM J Dem Investor, der das alte Realschulgebäude in Bockenem gekauft hat, sind derzeit noch Grenzen gesetzt, wenn er auf dem Areal ein Einzelhandelsgeschäft mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern Fläche eröffnen will. „Derzeit handelt es sich um ein Mischgebiet. Sollte eine größere Fläche angestrebt werden, müsste der bestehende Bebauungsplan in ein Sondergebiet geändert werden“, erklärte Bauamtsmitarbeiter Holger Schrader während der jüngsten Ortsratssitzung.

Nach dem Kenntnisstand der Verwaltung strebt der Käufer mehr als 800 Quadratmeter an. Ein offizieller Auftrag zur Änderung des Bebauungsplans liegt der Stadt derzeit aber noch nicht vor. Wie jetzt bekannt wurde, wird im Zuge des Vorhabens auch ein benachbartes Wohnhaus abgerissen. Es wurde vor kurzem erst von Grund auf renoviert. In der Stadt Bockenem kursieren viele Gerüchte, welche Supermarktkette sich denn dort niederlassen möchte. Einige tippen auf den Discounter Aldi, der bislang in der Hachumer Straße eine Filiale betreibt. „Die wollen wieder zurück in die Stadt“, heißt es. Viele hoffen auch, dass eine Drogerie die Geschäftswelt in Bockenem bereichert. „Namen sind noch nicht bekannt“, sagte Holger Schrader. „Welches Schild am Ende dort hängt, bleibt abzuwarten. Im weitesten Sinne trägt das Projekt auch zur Belebung der Innenstadt bei“, meinte Siegfried Berner.

Die Ortsratsmitglieder hatten aber auch die Verkehrssituation rund um das Areal im Blick. „Da müssen wir dann schauen, wie die Gestaltung erfolgt. Es wird sich aber sicher etwas ändern“, meinte der Kommunalpolitiker. Nach Möglichkeit müsse die Situation durch geeignete Mittel entschärft werden. Details ließen sich über den Bebauungsplan steuern. Eine Zufahrt über den Steinmetzweg sei aber ausgeschlossen. Im Zuge der Neugestaltung würde dann auch die Haltestelle auf der Seite des alten Realschulgebäudes aufgegeben. Die Abfahrt der Busse erfolgt dann auf der Rückseite der Grundschule, wo die Schüler bereits jetzt in ihre Busse steigen. Die Pläne sehen einen behindertengerechten Umbau der Haltestelle vor. Der Kinderspielplatz an der Grundschule muss Parkplätzen für die Lehrer weichen. Zunächst schien es, ob nicht Stellflächen im Steinmetzweg für die Pädagogen ausgewiesen werden können. Dieser Vorschlag scheidet aber auch rechtlichen Gründen aus. Der Ortsrat möchte die Eltern an der Suche nach einem neuen Standort für den öffentlichen Spielplatz beteiligen. Eine Option ist eine Grünfläche an der Einmündung der Wilhelmstraße zur Mahlumer Straße. „Wir planen im Frühjahr einen Ortstermin. Dann können die Mütter und Väter ihre Meinung äußern oder auch Vorschläge unterbreiten“, sagte der Ortsbürgermeister. mi

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