Motorclub Ambergau sucht neue Kartfahrer / Ferienangebot als Einstieg

Verstärkung wird benötigt

Der Motor-Club Ambergau wünscht sich einen Zuwachs an Kartfahrern. Die Ferienpassaktion bringt vielleicht den erhofften Aufschwung. Spaß hatten die Jungen und Mädchen auf jeden Fall. Foto: Vollmer

BOCKENEM Der Motor-Club Ambergau im ADAC sucht dringend Verstärkung für seine Kartgruppe. „Derzeit fahren bei uns leider nur drei junge Leute“, bedauert Betreuerin Susanne Gaborsch. Mit einer gehörigen Portion Wehmut erinnert sie sich an die Glanzzeiten zurück, wo 20 Jungen und Mädchen auf der Strecke unterwegs waren. Teilweise verhängte der Vorstand damals sogar einen Aufnahmestopp für Anfänger.

Davon ist die Kartgruppe heute weit entfernt. Als Hauptgrund für die Misere führt Susanne Gaborsch an, dass eine hohe Zahl an Aktiven aufgrund ihres Alters ausgeschieden sind. „Es ist aber kaum jemand nachgerückt, das mag auch an den geburtenschwächeren Jahrgängen liegen“, vermutet die Betreuerin. Daher nehme derzeit auch niemand an den überregionalen Kartwettbewerben teil. „Beim Welfenpokal war der MCA immer gut vertreten“, erinnert sich Susanne Gaborsch. Zu den größten Aktivposten zählte bis vor einiger Zeit Lukas Sukop, der zum Beispiel im Jahr 2008 den Klassensieg holte.

Doch es könnte vielleicht schon bald wieder aufwärts gehen, wenn sich der eine oder andere Teilnehmer der Ferienpassaktion dazu entschließt, künftig am Ball zu bleiben. „Das wäre natürlich ein Anfang“, meint Susanne Gaborsch hoffnungsvoll. Immerhin neun Kinder haben sich auf die Einladung des Motor-Clubs gemeldet. Allzu groß darf die Gruppe ohnehin nicht sein. Sonst kann sich das Team nicht jedem Starter intensiv widmen. Außerdem schrumpft die eigentliche Fahrzeit für jeden einzelnen zusammen.

Nachdem die Helfer des MCA die Motoren der Karts in Schwung gebracht hatten, starteten die Anfänger durch. Aber erst einmal geht es ganz behutsam in Begleitung über den mit Pylonen gespickten Parcours. Zur Sicherheit der Fahrer können die drei Fahrzeuge per Fernsteuerung zum Stehen gebracht werden. Bekanntlich ist noch kein Profi vom Himmel gefallen. Das bekamen die Teilnehmer schnell zu spüren. Zur Beherrschung der Mini-Fahrzeuge gehört halt viel Übung. Auf dem Weg zu einem routinierten Fahrer steht der Motorclub den Anfängern mit Rat und Tat zur Seite.

Trainingsstunden finden regelmäßig auf dem Parkplatz der Meteor-Gummiwerke im Nördernfeld statt. Wer dabei sein möchte, muss zwischen acht und 18 Jahren alt und mindestens 1,40 Meter groß sein.

Eine zweite Ferienpassaktion findet für alle Nachwuchsrennfahrer am 6. September statt. mi

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