Feuerwehr Bockenem feiert drei Tage lang ihr 125-jähriges Bestehen

Über 60 Gruppen beim großen Festumzug dabei

Den Besuchern bietet sich beim Umzug ein buntes Bild. Insgesamt nehmen rund 1300 Personen daran teil. Foto: Vollmer

BOCKENEM  Das große Feuerwehrfest zum 125. Jubiläum werden die Bockenemer Feuerwehrleute und die zahlreichen Gäste sicherlich in bester Erinnerung behalten. Zur guten Stimmung trug allein schon das bunte Programm bei. Höhepunkte waren der Festumzug mit über 60 Gruppen und rund 1 300 Teilnehmern sowie der Tanzabend mit den „Bayern Stürmern“.

Los ging es aber mit einem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Kommers. Dabei blickte Festredner Manfred Lerche auf die Geschichte des Löschwesens und die Gründungsversammlung der Bockenemer Wehr im Jahr 1889 zurück.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal zählte die vielen ehrenamtlichen Stunden auf, die von den Feuerwehrleuten geleistet werden. Ein ganz wichtiger Punkt sei die Jugendarbeit, die für eine dauerhafte Sicherung des Brandschutzes vor Ort eine wichtige Rolle spielt. Bürgermeister Martin Bartölke überbrachte Glückwünsche der Stadt. Ortsbürgermeister Siegfried Berner freute sich darüber, dass nach langer Zeit wieder einmal ein Fest auf dem Schützenplatz stattfindet. „Die Feuerwehr in Bockenem lebt“, brachte er es auf den Punkt. Kreisbrandmeister Josef Franke wies auf die Notwendigkeit hin, dass die Freiwilligen Feuerwehren stets die notwendige Ausrüstung und Ausbildung erhalten. „Das ist eine Investition in die Sicherheit der Bürger“, betonte der Chef der Kreisfeuerwehr. In Bockenem werde ein gutes kameradschaftliches Verhältnis gepflegt. Ein Lob gab es auch für die Musiker und die Jungen und Mädchen in der Nachwuchsabteilung.

„Die Freiwillige Feuerwehr Bockenem wird zu den meisten Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert“, erläuterte Stadtbrandmeister Alfred Schneider. Ein beherztes Vorgehen sowie eine schnelle Alarmierung seien zwei wichtige Punkte für eine erfolgreiche Arbeit. Mittlerweile entfällt der Hauptanteil des Tagesgeschäftes auf technische Hilfeleistungen wie Ölspuren, Türöffnungen, Tierrettungen und nicht zuletzt Verkehrsunfälle. „Wer die Autobahn vor der Tür hat, erlebt Unfälle in einer besonderen Qualität“, sagte Schneider. Der Stadtbrandmeister appellierte an die Mandatsträger, gerade auch auf der A 7 ein Höchstmaß an Sicherheit für die Einsatzkräfte zu gewährleisten. „Alle erledigen die Arbeit ehrenamtlich, dafür gebührt ihnen besonderer Dank“, meinte Schneider.

Vor der großen Disconacht mit Diskjockey Thore Lindemann spielte der Feuerwehrmusikzug zur Unterhaltung auf. Am nächsten Tag kamen erst einmal die kleinen Leute auf ihre Kosten. Eine große Gruppe marschierte unter musikalischer Begleitung von der Grundschule zum Festplatz. Verschiedene Spiele und Aktionen rundeten den Nachmittag ab. Eine Reihe Ortsratsmitglieder halfen dabei, den Senioren Kaffee und Kuchen zu servieren. Dabei wurden auch die Sieger eines Gewinnspiels ermittelt. Wer im Vorfeld des Festes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr geworden ist, konnte auf einen Preis hoffen. „Wir konnten uns immerhin über 20 neue fördernde Mitglieder freuen“, stellte Ortsbrandmeister Ulf Liewald fest. Beim Tanzabend hatten dann die „Bayern Stürmer“ das Sagen auf der Bühne. Rund 1000 Gäste feierten mit den Musikern, die ihre Wurzeln im Stadtgebiet von Bockenem haben, eine große Party. Bei der bayerischen Olympiade galt es unter anderem, möglichst lange einen Maßkrug zu stemmen. Erst in den frühen Morgenstunden war dann Schluss. Lange Zeit zum Verschnaufen blieb den Feuerwehrleuten aber nicht. Schon in aller Frühe wurden die Bockenemer Einwohner von den Kapellen geweckt.

Auch das Katerfrühstück war eine gelungene Sache. Pünktlich setzte sich an der Hachumer Straße der bunte Festumzug mit über 60 Gruppen und 1 300 Teilnehmern in Bewegung. Einen Dank richtete die Feuerwehr an die Einwohner für das Schmücken der Straßen. Wenn auch die blaue Feuerwehruniform das Bild bestimmte, gab es dazwischen immer wieder bunte Tupfer. Da waren zum Beispiel die Kleingärtner, die in grünen Schürzen das Bild bestimmten. Auch zahlreiche Oldtimerfahrzeuge reihten sich in den langen Tross ein. Die örtlichen Kindergärten waren natürlich auch mit von der Partie.

Einen Wermutstropfen gab es dann allerdings doch. Kurz bevor die ersten Teilnehmer den Buchholzmarkt zu den Festansprachen erreichten, fing es an heftig zu regnen. Mit einem gemütlichen Beisammensein, das DJ Thore Lindemann mit flotter Musik umrahmte, klang das Fest aus. mi

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