„Miteinander im Ambergau“ dauerhaft erhalten

Spende wird übergeben

Agenturleiterin Susanne Meyer nimmt von Jens-Peter Berndt eine Spende entgegen. Darüber freuen sich Asmir, Jana und Agenita. Foto: Vollmer

BOCKENEM Ob die Freiwilligenagentur „Miteinander im Ambergau“ ab 2015 noch eine finanzielle Förderung von öffentlicher Seite erhält, steht derzeit noch nicht fest. Daher sind private Zuwendungen für die Agenturleiterin Susanne Meyer sehr wichtig. „Da leider immer mehr öffentliche Gelder gestrichen werden, ist der Fortbestand der MiA im kommenden Jahr nicht mehr gesichert. Umso mehr spielt der Förderverein eine Rolle“, erläutert Susanne Meyer.

Große Freude löste bei ihr eine Spende von Jens-Peter Berndt aus, der 500 Euro an die Agenturleiterin überreichte. „Ich kenne viele Kinder, die regelmäßig die MiA besuchen. Sie sollte in Bockenem auf jeden Fall erhalten bleiben“, berichtet Jens-Peter Berndt. Er hatte vor kurzer Zeit seinen 40. Geburtstag gefeiert. Statt Geschenken sollten die Gratulanten für den guten Zweck spenden. Die Einrichtung sei vor Ort nicht mehr wegzudenken, so Berndt. „Für viele Menschen sind die Räume auf dem Buchholzmarkt mittlerweile zur festen Anlaufstelle geworden“, sagt der Spender. Insbesondere nutzen Familien mit Migrationshintergrund oder Kinder aus einem sozial schwächeren Umfeld das MiA-Angebot. Neben der Kinderbetreuung hilft das Team auch beim Ausfüllen von Formularen. Ältere Mitbürger werden zum Beispiel zum Arzt gebracht. Hilfe bei Einkäufen steht ebenfalls hoch im Kurs. Ebenso übernimmt die MiA-Mannschaft die Organisation des Weihnachtsdorfs oder „Soziale Tannenbaums“. Zu den neueren Projekten zählt die Ferienbetreuung in der Sommerzeit. Berufstätige Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder von 8 bis 14 Uhr in die Obhut von Susanne Meyer und ihrer Mannschaft zu geben. Wer Probleme hat, die Kosten von 60 Euro zu bezahlen, kann einen Zuschussantrag stellen. Seit einiger Zeit findet in den Räumen der MiA ein Sprachkurs statt. „An drei Tagen treffen sich Menschen jeden Alters mit Migrationshintergrund, um sich untereinander auszutauschen und um Deutsch zu lernen“, erläutert Susanne Meyer, die auf weitere Spenden von privater Seite hofft. Willkommen sind auch Sachspenden. Dringend benötigt werden unter anderem Spielsachen für alle Altersgruppen. Eine Mitgliedschaft im Förderverein ist übrigens ab einem Euro im Monat möglich. mi

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