1 100 Besucher feiern eine gelungene 25. Auflage des Festivals in Bornum

Rockiges Jubiläum

Kein Bornum-Rock ohne die Band „Dustpipe“: Die Lokalmatadoren heizen der Menge kräftig ein. Foto: Vollmer

Bornum Perfekte Bedingungen, keine Randale, tolle Bands: Besser konnte es für die Veranstalter des mittlerweile 25. Bornum Rock-Festivals nicht laufen. „Wir sind mit der Jubiläumsveranstaltung sehr zufrieden. Es gab keinerlei Zwischenfälle, auch die Sanitäter haben keine Arbeit gehabt“, erklärt Rainer Gaus, der neben Matthias Berking zu den Gründern des Festivals zählt.

Rund 1 100 Gäste waren an beiden Tagen in den idyllisch gelegenen Blockswinkel am Rande der Ortschaft Bornum gekommen. Die Zahl liegt in etwa auf Vorjahresniveau. „Das geht in Ordnung, zumal es ja nicht die einzige Veranstaltung in der Umgebung war“, berichtet Rainer Gaus. Auch bei der 25. Auflage haben sich die Veranstalter an die bewährte Dinge orientiert. Dazu gehören vor allem günstige Preise auf dem Festivalgelände. Mit dem Euro ist da allerdings nichts zu machen. Im Blockswinkel gilt ausschließlich der „Öng“ als Währung. Das war schon immer so. Ohne ihn gehen weder Getränke noch Bratwurst über den Tresen. Karten Treutler ist an der Kasse der Herr des „Öng“. Der Umrechnungskurs ist mit 50 Cent immer stabil geblieben.

„Die Besucher haben sich wieder sehr wohl gefühlt. Auch das abwechslungsreiche Musikprogramm wurde sehr gelobt“, berichtet der Organisator, bei dem in den vergangenen Wochen das Telefon kaum still stand. Am ersten Tag wurde zum Beispiel die Bon-Jovi-Tribute-Band „Bounce“ ganz groß gefeiert. „Das war schon ein toller Auftritt, der viele Besucher in den Bann gezogen hat. In Deutschland ist die Gruppe sehr bekannt“, so Gaus. Die Bandbreite des Programms reichte von Cover- und Tribute-Rock über Singer-Songwriter-Style und Country-, Punk- und Pop-Rock bis hin zu Reggae und Hip-Hop. Eingeladen wurden aufgrund des Erfolges im letzten Jahr die „Turbolovers“ und die aus Hannover stammende Band „DUCS“. Auf vielfachen Wunsch der Besucher war nach 2012 auch „Planet Emily“ wieder mit dabei. Aus Worpswede bei Bremen reiste der Local-Heros-Niedersachsen-Gewinner „Phaenotypen“ an und aus der Nachbarschaft waren „2 People“ und „Solid Punch“ dabei. Die Initiatoren sind stets darum bemüht, auch Nachwuchsgruppen die Chance für einen Auftritt zu geben.

60 Bewerbungen

Immerhin lagen im Vorfeld über 60 Bewerbungen vor. „Die Mischung aus Coversongs und selbst Komponiertem ist immer sehr ausgewogen“, erläutern die Festivalmacher. Bemerkenswert sei es, dass 18-jährige Musiker so spielen wie gestandene Profis. Vor 23 Jahren heizte zum Beispiel die Gruppe „Head Crash“ aus Seesen den Besuchern im Blockswinkel ein. Mittlerweile sind die Musiker in alle Winde zerstreut. Nur der Sänger ist übrig geblieben, den es nach der langen Zeit wieder einmal in das Waldstück zog. Die Seesener Band „Buffalo Wings“ mit Southern Rock und Country kamen ebenso in den Ambergau wie „The Paintbox“ aus Winsen/Luhe. Musiker aus verschiedenen Göttinger Bands haben als „Greta’s Legs“ ebenfalls das Publikum mit Rockklassikern begeistert. Die Garanten für besten Party-Rock, die Lokalmatadore von „Dustpipe“, wirbelten natürlich auch wieder über die Bühne. Matthias Berking, Rainer Gaus, Tobias Euler und Jörg Kiwitt hatten keine Mühe, die Fangemeinde mit einem bunten Mix an Titeln zu begeistern.

Die Bands spielen fast alle ohne Gage und alle Helfer sind aus Spaß am Open Air dabei. In dem Vierteljahrhundert sind inzwischen mehr als 200 Bands vor mehr als 20 000 Besuchern aufgetreten. Für das nächste Jahr kündigt Rainer Gaus allerdings eine Pause an. Schließlich sei die Organisation so eines großen Festivals mit viel Aufwand verbunden. „Dann wollen wir einmal zur Ruhe kommen. Der Druck ist erst einmal weg“, erklärt Gaus.

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