Baubeginn wohl im Frühjahr 2017 / Bürgerversammlung in Ilde

Planungen für Anbau an Feuerwehrhaus vorgestellt

Die Pläne für den Anbau an das Ilder Feuerwehrhaus liegen so gut wie fertig in der Schublade. Dann haben die Platzprobleme der vergangenen Jahre zum Glück ein Ende. Foto: Vollmer

ILDE J Die Einwohner von Ilde bekommen endlich den lang ersehnten Anbau an das Feuerwehrhaus. Damit sind dann alle Platzprobleme vom Tisch. Ein wenig Geduld müssen sie aber noch haben. Baubeginn ist frühestens im Frühjahr 2017. Bei der jüngsten Bürgerversammlung, die traditionell kurz vor Silvester stattfindet, mussten die 70 Teilnehmer aber noch einmal eng zusammenrücken. Einigen blieb nur ein Stehplatz im Vorraum. „Die Planungen befinden sich auf der Zielgeraden. Wir gehen von Kosten in Höhe von 158 000 Euro aus“, erklärte Ortsvorsteher Karl-Heinz Hodur (SPD). Die Verantwortlichen setzen auf Zuschüsse aus dem Topf des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK). Im Februar reicht die Stadt den entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde ein. Mit einer Entscheidung sei dann im Mai zu rechnen, erläuterte Karl-Heinz Hodur. Die evangelische Kirchengemeinde beteiligt sich ebenfalls an den Kosten.

In den nächsten vier Wochen erfolgt noch eine Detailabstimmung. „Den Entwurf für den Anbau hatte der frühere Ortsbrandmeister Günter Haars bereits 2010 erstellt. Darauf basieren größtenteils die aktuellen Pläne“, so der Ortsvorsteher. Der Versammlungsraum hat künftig eine Größe von rund 80 Quadratmeter. Dazu kommen eine abgetrennte Küche und Theke. Die Fahrzeughalle hat eine ausreichende Größe. Geplant ist allerdings der Einbau einer Absauganlage. Über einen zweiten Ausgang können die Besucher im Notfall den Raum verlassen. Vorgesehen sind auch eine behindertengerechte Toilette und eine Duschmöglichkeit. Im Zuge der Planungen wurde ein achtköpfiger Arbeitskreis gebildet, der sich mehrfach in der vergangenen Zeit getroffen hat.

Als zweites größeres Bauprojekt plant die Stadt den Bau einer neuen Zisterne. Der alte Behälter ist defekt. Karl-Heinz Hodur richtete den Appell an die Einwohner, das Ortsbild sauber zu halten. „Das gilt insbesondere auch für die Hauptstraße“, erklärte der Ortsvorsteher. Jeder könne zur dazu beitragen, dass sich die Verunreinigungen in Grenzen halten. In seinem Wunsch schloss er die Hundehalter mit ein. Ortschronistin Doris Haars nutzte die Gelegenheit, um über die 950-jährige Geschichte des Dorfes zu berichten. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1065 in einem Dokument von König Heinrich IV. Von Klein Ilde sei 84 Jahre später erstmals die Rede gewesen. „Die Ortschaften haben sich in ihrer Struktur aber kaum verändert“, vermutet die Chronistin.

Aus Anlass des diesjährigen Ortsjubiläums hat es nur eine Feier im kleineren Rahmen gegeben. Doris Haars möchte gerne ein Heft mit alten Fotodokumenten erstellen, um das frühere und heutige Dorfbild miteinander zu vergleichen. „Historisches Bildmaterial ist daher willkommen“, so die Heimatforscherin. Seit sechs Monaten können Informationen über die Dörfer auf einer eigenen Homepage im Internet abgerufen werden. Unter www.ilde-bockenem.jimdo.de werden auch die aktuellen Termine veröffentlicht. Auch ein Dorfplan und eine Chronik fehlen nicht. Günter Haars kümmert sich um den Auftritt im Netz.

Karl-Heinz Hodur informierte zum Abschluss über bevorstehende Termine in 2016: 9. Januar Hauptversammlung Feuerwehr, 20. Februar Braunkohlwanderung, 26. März Abbrennen Osterfeuer, 1. Mai Maifeier, 30. Juni Kinderfest, 10. Dezember Kinderweihnachtsfeier, 11. Dezember Seniorenweihnachtsfeier. Derzeit leben in Groß und Klein Ilde 234 Menschen. 48 davon sind über 65 Jahre alt. Es gibt 32 Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren. mi

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