Viel los in Volkersheim / Fahrzeuge versinken nach Wolkenbruch im Schlamm

Oldtimertreffen lockt einige tausend Gäste an

Auf dem Gelände des FKK-Sportparks bei Volkersheim gibt es zahlreiche Raritäten zu bestaunen.

VOLKERSHEIM  Tausende Menschen haben beim Oldtimer-Treffen und den Ambergauer Feldtagen einen Ausflug in die Vergangenheit unternommen. Die Aussteller boten eine große Vielfalt an Fabrikaten und Modellen. Alte Lanz Bulldogs, Cabrios oder Motorräder sind nur einige Beispiele für das große Spektrum.

Aus Rhüden war zum Beispiel Thomas Glinkemann zum Treffen gereist. Sein liebevoll restaurierter Lanz-Traktor aus dem Jahr 1940 war nur ein Augenschmaus auf dem idyllisch gelegenen Gelände. Auch die Freunde von Youngtimern oder historischen landwirtschaftlichen Maschinen plus Landtechnik kamen auf ihre Kosten. Die unterschiedlichen Personenwagen aus den vergangenen Jahrzehnten fanden genauso viele Liebhaber.

Insgesamt fällt die Bilanz bei der Oldtimer-Interessengemeinschaft positiv aus, auch wenn die 5000-Besucher-Marke nicht ganz geknackt werden konnte. „Das ist schon etwas schade“, erklärte Frank Ebeling, der zum Kreis der Initiatoren zählt. Ein heftiger Wolkenbruch sorgte am ersten Tag bei den Oldtimerfreunden kurzfristig für Aufregung. Der zu einem Parkplatz umfunktionierte Acker hatte sich binnen kurzer Zeit zu einer wahren Schlammwüste verwandelt. Als Konsequenz mussten zahlreiche Fahrzeuge der Gäste mittels Schleppern, die zum Glück bei dem Treffen in genügender Zahl zur Verfügung standen, aus dem Morast gezogen werden.

Am zweiten Tag wurde der Platz dann gesperrt, so dass es an der Straße zeitweise schon etwas eng wurde. „Wenn es nicht eine kleine Gruppe von begeisterten Oldtimer-Fans gäbe, die den Vorstand unterstützt haben, wäre so ein großes Treffen gar nicht möglich“, erklärte Frank Ebeling bei seiner Eröffnungsansprache. Ein großes Dankeschön richtete er aber auch an den Bund für freie Lebensgestaltung und die Familie von Gadenstedt für die Unterstützung bei dem Großprojekt. Knapp 40 Helfer waren im Einsatz, um den Besuchern eine erlebnisreiche Zeit zu bescheren.

Aber auch vor dem Veranstaltungsgelände gab es jede Menge zu sehen. Bei den Feldtagen kam alte Landtechnik wieder zu neuem Ruhm. Viele Blicke zog zum Beispiel eine beinahe 100 Jahre alte Dreschmaschine auf sich. Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Die Reservistenkameradschaft Sottrum hatte ein Bundeswehr-Feldlager aufgebaut. Am Wegesrand luden einige Stände zum Verweilen ein. Ein Drechsler ließ sich bei der Arbeit über die Schultern blicken, andere Aussteller boten Patchworkarbeiten, Eichsfelder Wurst oder Bauernbrot an – das Angebot ließ kaum einen Wunsch offen. Auch Apotheken, der Bundesverband der Organtransplantierten sowie der ADAC informierten auf der Gesundheitsmeile über ihre Arbeit.

Prominentester Aussteller war wohl ohne Frage „Mallorca Erwin“. Erwin Stahlmann aus Sehlem, der mit seinem Traktor auf die Ferieninsel gereist war, hatte über die dreiwöchige Tour jede Menge zu erzählen. Der NDR war mit ihm auf Tour. Vor kurzem lief eine dreiteilige Reportage über die Mallorca-Traktor-Tour im Fernsehen.

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