Stadt Bockenem prüft Eisflächen im Bürgerpark

Offizielle Freigabe gibt es nicht

Der Leiter des Bockenemer Bauhofes, Andreas Pape, prüft die Eisschicht im Bürgerpark.
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Der Leiter des Bockenemer Bauhofes, Andreas Pape, prüft die Eisschicht im Bürgerpark. Einige mutige Jugendliche haben es am Wochenende gewagt, eine Schlitterpartie auf der Fläche zu unternehmen – allerdings auf eigene Gefahr. Offiziell freigegeben war das Gewässer von der Stadt nicht.

Bockenem – „Die Bedingungen sind einfach spitze“, freut sich Timo. Zusammen mit ein paar Freunden hatte der Achtjährige am Wochenende auf dem Rodelberg im Bockenemer Bürgerpark jede Menge Spaß. Aber auch die großen Leute ließen sich da nicht lange bitten. Schließlich gibt es solch perfekte Bedingungen samt blauem Himmel und Sonnenschein nicht alle Tage. 

Zusammen mit ihren Kindern oder auch allein sausten Väter und Mütter den Berg hinunter. Solange, bis alle aus der Puste waren. Manch einer griff auch zu einem Gummireifen, um richtig Tempo zu machen. Dabei lief beim Blick auf die Corona-Vorschriften in Bockenem alles ohne Probleme ab. Große Menschenansammlungen oder gar chaotische Szenen hatte es im Park nicht gegeben. Obwohl sich viele für den Rodelberg in der Heimat entschieden hatten. Aber nahezu jedes Dorf bietet schließlich die Möglichkeit für eine rasante Partie auf Kufen. So blieb alles ganz entspannt. Trotz der Warnungen wagten sich sogar einige junge Leute für eine Schlitterpartie auf einen zugefrorenen Teich. „Die Stadt gibt offiziell keine Eisflächen für das Betreten frei, da sie dann aus rechtlichen Gründen permanent Überprüfungen der Tragfähigkeit veranlassen müsste. Aus diesem Grund der Hinweis: Das Betreten der Eisflächen erfolgt generell auf eigene Gefahr. Wir raten jedoch aktuell dringend davon ab, die Fläche zu betreten“, teilt dazu die Bockenemer Stadtverwaltung mit. Trotzdem hat der städtische Bauhof die Dicke der Eisschicht regelmäßig gemessen. So waren es zeitweise am Rand acht Zentimeter, zur Mitte wurden es immer weniger. Selbst am Becken für Schlittschuhlaufen oder Eishockey, in dem das Wasser maximal 50 Zentimeter hoch steht, lief es nicht besser. Die Schicht gab bereits am Rand nach, so dass dort überhaupt keine Messung möglich war. Aber das Thema dürfte sich eh bald erledigt haben: Nach den Ankündigungen der Meteorologen halten ja schon bald frühlingshafte Temperaturen Einzug, dann ist es eh vorbei mit der weißen Pracht oder gar dem Spaß auf der Eisfläche.         mi

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