Feuerwehrmusiker aus Bockenem ernten für ihr Neujahrskonzert tosenden Applaus

Musikalische Schlittenfahrt im rasanten Big-Band-Stil

Der Feuerwehrmusikzug Bockenem begeistert das Publikum bei seinem ersten Neujahrskonzert: Die Akteure beweisen, dass sie auch im Big-Band-Stil richtig Gas geben können. Foto: Vollmer

Schlewecke Für die Feuerwehrmusiker aus Bockenem ist bei ihrem ersten Neujahrskonzert ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Im Big-Band-Stil haben die 25 Akteure die „St. Petersburger Schlittenfahrt“ dem Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Schlewecker Marienkirche präsentiert.

„Der Titel stand schon sehr lange auf unserer Wunschliste“, erklärte der musikalische Leiter, Thomas Linde. Der Dirigent betonte, dass sich das Repertoire im Laufe der 125-jährigen Geschichte in vielerlei Hinsicht verändert habe. Während die Musiker früher noch als Feuerwehrkapelle unterwegs waren, würde das Orchester auch heute gerne mal im Big-Band-Stil die Zuhörer begeistern.

Das ist ihnen bei ihrem Konzert in Schlewecke ohne Frage bestens gelungen. „Egal um welchen Stil es sich handelt, im Vordergrund steht immer die Begeisterung für die Musik“, erklärte Thomas Linde. Die Gäste freuten sich über ein vielseitiges Programm aus verschiedenen Genres. Die Liebhaber von ruhigen Titeln und Balladen, darunter zum Beispiel der Titel „Halleluhjah“ des kanadischen Songwriters Leonard Cohen, kamen genauso auf ihre Kosten wie die Fans von Filmmusik oder Rock und Pop. Einen Extra-Applaus gab es für Franziska Thiemann, die einige Titel mit ihrem Gesang begleitete.

Thomas Linde erinnerte an die intensiven Proben im Vorfeld des Konzertes. So hatten sich die Musiker für ein Probenwochenende im Bockenemer Feuerwehrhaus getroffen. Dabei wurde auch „Vivaldi´s Winter“ einstudiert. Auch diese Premiere kam beim Publikum sehr gut an. Ein beschwingtes Gefühl hinterließ auch die Filmmusik zum Italo-Western „Mein Name ist Nobody“ von Ennio Morricone. Es folgte mit den „Caravans Theme“ ein Ausflug in die Wüste. Einen guten Griff hatte der Musikzug auch mit dem Klassiker „Music“ von John Miles getan. Mit dem „Winter Wonderland“ – wenn auch vor der Kirche der letzte Schnee geschmolzen war – ging der schwungvolle Nachmittag zu Ende.

Tosender Applaus belohnte den Feuerwehrmusikzug. So waren dann noch einige Zugaben fällig. Statt um Eintrittsgeld baten die Initiatoren um eine Spende für die musikalische Arbeit. Ein Dank galt auch der Kirchengemeinde Schlewecke für die Gastfreundschaft.

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