Deutsche Glasfaser will auch Bockenem versorgen

Eine Lösung ist in Sicht

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Sollten in Bockenem Glasfaserkabel verlegt werden, dann soll auch der Gewerbepark davon profitieren.

Bockenem – Für die Einwohner von Wohlenhausen gibt es neue Hoffnung, dass sie vielleicht doch mit einer rasanten Geschwindigkeit durch das Internet surfen können. Bislang waren alle Bemühungen seitens der Stadt vergebens, den weißen Fleck auf der Landkarte zu schließen. 

Wie berichtet hatte die Telekom im letzten Moment eine Absage für den Ausbau erteilt. Nun könnte es doch noch eine Lösung für die Einwohner der kleinen Ortschaft geben. Denn die Deutsche Glasfaser beabsichtigt, das Bockenemer Stadtgebiet mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag hat die Stadt bereits mit dem Unternehmen abgeschlossen, wie Bürgermeister Rainer Block in einem Brief an alle Haushalte mitteilt. Voraussetzung für den Ausbau ist wie in den anderen Kommunen auch, dass sich mindestens 40 Prozent der Haushalte im Rahmen einer Nachfragebündelung für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Dann ließe sich für das Unterneh-men der Ausbau wirtschaftlich realisieren. Stichtag für Bockenem ist der 30. November. Allerdings macht der Verwaltungschef auf Anfrage auch deutlich, dass auch die Deutsche Glas-faser Wohlenhausen nicht eigenwirtschaftlich ausbauen kann. „Fördermittel sind beantragt“, erklärt Block dazu. Der weitere Verlauf des Prozesses bleibe abzuwarten. Es muss dann auch nicht die Deutsche Glasfaser sein, die Wohlenhausen mit einem schnellen Netz versorgt. Besser sieht es für den Gewerbepark aus, denn dort klafft eine weitere Lücke in Sachen schnelles Internet. Das Unternehmen werde dort tätig werden, sofern ein Ausbau erfolgt, so Block weiter. Der Bürgermeister begrüßt, dass die Deutsche Glasfaser das Stadtgebiet mit der zukunftsweisenden Technologie versorgen will. „Leistungsfähige Internetanschlüsse sind ein wesentlicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Ambergaus“, unterstreicht Block. Das gelte sowohl für den privaten Gebrauch als auch als wichtiger Standortfaktor für die Unternehmen. „Ein komplett neues, hochmodernes Kommunikationsnetz, das den Anforderungen der Zukunft gewachsen sein wird, verbindet dabei jedes Haus oder Wohnung durch ein Glasfaserkabel mit dem Internet. Wir sollten diese, sicherlich für die nächsten Jahre einmalige Chance nicht leitfertig vertun“, schreibt der Bürgermeister in dem Brief. Die Deutsche Glasfaser bietet verschiedene Informationen zu dem Thema an. Am 3. und 5. September – jeweils um 19 Uhr – sind zwei Informationsabende im Mahlumer Gasthaus „Zur Linde“, Braunschweiger Straße 57, geplant.

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