A7 muss zeitweise gesperrt werden

Brand hält Feuerwehren in Atem

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Die Feuerwehrleute können ein Ausbreiten des Brandes verhindern. Die Ermittler der Polizei gehen von Brandstiftung aus und starten nun einen Zeugenaufruf. 

Bockenem – Ein Brand hielt am Freitagabend ab 22.22 Uhr mehrere Feuerwehren in Atem. Direkt an der Autobahn-Auffahrt Richtung Hannover brannte ein großer Holzstapel aus Strauchschnitt lichterloh.

Zunächst sollte dieser kontrolliert runterbrennen und nur den danebenliegenden Stapel sowie die Böschung geschützt werden. Doch aufgrund des Windes entstand heftiger Funkenflug in Richtung der Autobahn. Diese musste zwischenzeitlich sogar gesperrt werden. Die Gefahr, dass die Funken eine Plane eines vorbeifahrenden Lkw in Brand setzen, war zu groß. Aufgrunddessen entschieden sich die Einsatzleiter dann auch, den Stapel zu löschen. Das gestaltete sich nicht einfach. Denn in der näheren Umgebung gibt es keine Wasserentnahmestellen. Das Wasser musste vom Hydranten in der Walter-Althoff-Straße aus mehr als einen Kilometer Entfernung geholt werden. Aufgrund dieser Situation wurden weitere Tanklöschfahr- zeuge (TLF) zu Unterstützung herbeigerufen. Neben Bockenem und Bornum waren schließlich auch Bodenburg (TLF) und die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) aus Groß Düngen mit einem Tanklöschfahrzeug und einem Schlauchwechselwagen vor Ort. Im Pendelverkehr füllten diese ihre 2000 bis 4800 Liter fassenden Wassertanks und fuhren zurück zur Einsatzstelle. Insgesamt 40 000 Liter Wasser wurden so herangeschafft. Die Flammen schlugen rund zehn Meter hoch und waren weithin zu sehen. Glücklicherweise drückte der Wind das Feuer vom anderen Holzstapel weg. Nach gut einer Stunde waren keine Flammen mehr zu sehen und es konnten Schaummittel eingesetzt werden. Damit war der Einsatz aber noch lange nicht beendet. Aufgrund der großen Hitze musste das daneben gelagerte Holz weiter gekühlt und benässt werden. Außerdem entzündete sich der heruntergebrannte Stapel immer wieder neu. Ein Landwirt stellte einen Teleskoplader zur Verfügung, mit dem das Holz auseinander geschoben und die letzten Glutnester abgelöscht werden konnten. Gegen 1.20 Uhr war der Einsatz beendet. Am nächsten Morgen ging es noch einmal hin, um Nachlöscharbeiten durchzuführen. Neben der Polizei und einem ASB-Rettungswagen waren rund 45 Kräfte von den Feuerwehren im Einsatz. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus, und schließen eine Selbstentzündung aufgrund der Wetterbedingungen aus. Von ersten Zeugen wurde kurz vor der Alarmierung ein parkender silberner Pkw im nahen Umfeld gesichtet. Die Polizei setzt nun auf weitere Zeugen. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat und sachdienliche Hinweise geben kann, sollte sich unbedingt mit dem Polizeikommissariat in Bad Salzdetfurth unter der Telefonnummer  05063/901-0 in Verbindung setzen.

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