Ungewöhnliche Idee zur Umgestaltung 

„Buch-“ statt Bus-Haltestelle

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Die Bültumer haben ihre „Buch-Haltestelle“ an der Wehrstedter Straße eingeweiht.

Bültum – Was tun mit einer Bushaltestelle, an der seit Jahren schon kein Bus mehr hält? Bernd Weydemann hatte die zündende Idee: Wir machen eine „Buch-Haltestelle“ daraus. Schließlich gibt es bereits in vielen anderen Orten die Möglichkeit, rund um die Uhr an einem zentralen Ort Bücher auszuleihen. 

Und da bietet sich der ehemalige Busstopp in der Wehrstedter Straße geradezu an. Bernd Weydemann setzte alle Hebel in Bewegung, um das Projekt in die Tat umzusetzen. Doch zunächst musste erst einmal ein Schrank gefunden werden. „Im Internet bin ich fündig geworden. Die Familie Höff in Bad Gandersheim war von der Idee so begeistert, dass sie uns den Schrank kostenlos zur Verfügung gestellt hat“, blickt der Bültumer zurück. Bei der Umsetzung seiner Pläne konnte er auf Hilfe aus dem Dorf zählen. Ortsvorsteher Jan Robert Ohlendorf war von der Idee gleich angetan. Robert Ohlendorf betätigte sich als Spediteur, um das Möbelstück in den Ambergau zu holen. Gerd-Christian Barte besorgte die Genehmigung von der Stadt und Günther Rudolph hatte bei den handwerklichen Tätigkeiten den Hut auf. Die Familie Boos sorgte für den Strom, damit die Arbeiten über die Bühne gehen konnten. Bei der großen Einweihungsfeier galt am Sonnabend allen Helfern ein besonderer Dank. Bernd Weydemann ist überzeugt davon, dass der öffentliche Bücherschrank schnell von den 150 Einwohnern mit den unterschiedlichsten Titeln bestückt wird. „Ein Anfang ist mit Kochbüchern und Romanen bereits gemacht. Es gibt im unteren Teil auch genügend Platz für Illustrierte“, erklärt der Initiator. Und wer gleich an Ort und Stelle ein wenig Probelesen mag, kann nebenan auf der Bank gleich Platz nehmen. Der Schrank sei in dem Wartehäuschen gut geschützt – und gegen Diebstahl perfekt gesichert, stellt Bernd Weydemann fest. 

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