Klassisches Jagdkonzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode in Schlewecke

Mit Händel und Haydn in den Wald

Den unverzichtbaren schmetternden Hörnerklang bringt das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn mit. Neben Händel und Haydn erklingen in diesem Jahr symphonische Jagdmusiken unter anderem von Wolfgang Amadeus Mozart sowie seinen Zeitgenossen Carl Philipp Stamitz, Francois Joseph Gossec und Antonio Rosetti.

Schlewecke J Händels Oper „Cäsar“ und Haydns „Jahreszeiten“ haben eine Gemeinsamkeit, die vielleicht den Wenigsten bekannt ist. Beide enthalten eine Jagdarie – wobei Cäsar an seinen ägyptischen Feind Ptolemäus denkt und Haydn dagegen an den Lauf der jagenden Hunde.

Die beiden Werke begegnen sich nun in einem Programm, das der künstlerische Leiter der Sing-Akademie Niedersachsen Claus-Ulrich Heinke für ein Klassisches Jagdkonzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode zusammengestellt hat. Am Mittwoch, 11. November, ist es um 19.30 Uhr in der Marienkirche Bockenem-Schlewecke zu erleben. Der Vorverkauf hat begonnen.

Bereits zum fünften Mal lädt die Sing-Akademie zum klassischen Jagkonzert ein. Die Idee sei ihm ursprünglich gekommen, als er sich auf eine Hubertusmesse vorbereitete, erzählt der Dirigent, der auch Theologe ist.

Kultur um die Jagd

Natur, Tiere, Nachhaltigkeit: All das habe sich aus der Jagdthematik herauskristallisieren lassen. Doch Heinke entdeckte noch mehr: Er fand heraus, dass sich seit Beginn der Menschheitsgeschichte eine eigene reiche Kultur rund um die Jagd rankt - und das diese Kultur vom Barock bis in die heutige Zeit auch viele Komponisten zu Werken inspiriert. „Ich bin selber erstaunt, was ich immer noch an Neuem finde“, sagt der Dirigent.

Dabei ist ihm bewusst, dass manche Menschen der Jagd kritisch gegenüber stehen. „Ich würde es selbst nicht machen, das könnte ich nicht“, räumt Heinke ein. Doch im Grunde stünden bei der Jagd Hege, Pflege und ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Vordergrund. Daran ändere auch der hier und da zu beobachtende Missbrauch nichts.

Symphonische Klänge

Bei dem herbstlichen Konzert steht freilich die Kunst im Mittelpunkt. „Da ist so viel herrliche Musik entstanden“, schwärmt Claus-Ulrich Heinke. Neben Händel und Haydn erklingen in diesem Jahr symphonische Jagdmusiken von Wolfgang Amadeus Mozart sowie seinen Zeitgenossen Carl Philipp Stamitz, Francois Joseph Gossec und Antonio Rosetti.

Hierbei setzt Heinke die oftmalige und erfolgreiche Kooperation mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode fort. Als Solist konnte der Bariton Stefan Heinemann aus Leipzig verpflichtet werden, der auch Gesangslehrer des berühmten Thomaner-Chors ist. Den unverzichtbaren schmetternden Hörnerklang bringt das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn mit. Es wird die Gäste schon vor Beginn des Konzertes musikalisch begrüßen und auch kurze Stücke zum Konzertprogramm beisteuern.

Einige Gedanken zum Themenbereich Natur-Mensch-Tier steuert in den Musikpausen die Wissenschaftlerin Dr. forest. habil. Sigrid Schwenk bei, die ehemalige Direktorin des Münchener Instituts für Jagdkultur. Das Team des Kulturladens kümmert sich in der Pause um das leibliche Wohl.

Eintrittkarten kosten 10 bis 22 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf bei Presse Kramm, Bönnierstraße/Königstraße in Bockenem und per Email an vorstand@singakademie-niedersachsen.de

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