Grünes Licht für Umgestaltung der Grundschule

Die Bockenemer Grundschule verändert schon bald ihr Bild. Foto: Vollmer

BOCKENEM  Der Zeitplan steht: Nach dem positiven Votum der zuständigen Fachausschüsse wird die Stadtverwaltung nun schnellstmöglich den Bauantrag zur Umgestaltung der Bockenemer Grundschule beim Landkreis einreichen. „Wir rechnen im September oder Oktober mit der Baugenehmigung, im November werden dann in der Ausführungsplanung die Details festgelegt“, erläuterte Bürgermeister Martin Bartölke den Mitgliedern des Bauausschusses sowie Schul- und Jugendausschusses, die gemeinsam getagt haben. Um möglichst günstige Preise zu erzielen, bereitet die Verwaltung im Winter die Ausschreibung vor. „Wir rechnen im Frühjahr 2015 mit dem Baubeginn“, so Bartölke. Mit einer Fertigstellung der Baumaßnahme, die rund 2,8 Millionen Euro kostet, rechnen die Fachleute im Sommer oder Herbst 2016.

Als Grundlage dient das vom Büro Aselmeier und Lippitz aufgestellte Konzept, das für eine zweizügige Grundschule zehn Klassen- sowie Nebenräume auf dem vorhandenen Areal vorsieht. Ziel ist es, die Schule zu den Themen Brandschutz, Inklusion und Ganztagsbetrieb neu auszurichten. „Die letzten Abstimmungen mit der Schulleitung sind vor kurzem erfolgt“, teilte Architekt Michael Aselmeier mit.

Die Grundschule wird nach vorn um einen Anbau erweitert, der sich ganz bewusst durch ein Flachdach von den übrigen Bauwerken absetzt. Dort wird unter anderem einmal eine Mensa ihren Platz finden. Die Schüler können ihre Kleidungsstücke künftig in Garderobenschränken aufbewahren. „Einen besonderen Raum dafür muss es nicht geben“, erläuterte Aselmeier. Der Hausmeister bekommt im Erdgeschoss einen neuen Aufenthaltsbereich. Beide vorhandenen Gebäude werden miteinander verbunden. Es entsteht dabei ein nicht beheizbarer Raum, der an Schlechtwettertagen und Pausen Vorteile bietet.

Schulleiter Jürgen Andre bemängelte, dass die 60 Jahre alten Türen nach dem bisherigen Stand der Planungen dort verbleiben. Über diesen Punkt werde dann bei der Ausführungsplanung gesprochen, hieß es in der Sitzung. Die Verwaltung samt Lehrerzimmer ist künftig im Obergeschoss zu erreichen. „Oberlichter in der Dachkonstruktion bringen ausreichend Tageslicht hinein“, berichtete der Experte. Das Dachgeschoss bleibt für die Schüler außen vor. In dem Bereich treffen sich die Lehrer künftig zu Konferenzen. Materialräume und Computerserver sind dort ebenfalls zu finden. In den Kellerräumen befinden sich hauptsächlich die sanitären Einrichtungen für die Schüler. Im Altbau wird der WC-Bereich nach dem Verlegen von Leitungen mit neuen Fliesen versehen. Im Nachbargebäude erhalten die Toiletten eine neue Struktur. „Es geht darum, schnellstmöglich den Anbau zu errichten“, so der Architekt.

Sicherlich würde es auch zu Lärm oder anderen Beeinträchtigungen kommen. Das ließe sich bei einer derartigen Baumaßnahme nicht verhindern. „Gewisse Dinge wie Installationsarbeiten können aber nur in den Ferien stattfinden“, erklärte Aselmeier. Wenn es gar nicht anders geht, stünde eine Auslagerung von Räumen in die Oberschule zur Diskussion. Der Wunsch der Schulleitung, einen Fahrstuhl zu installieren, bleibt unerfüllt. Es gebe eine ausreichende Zahl an behindertengerechten Räumen im Erdgeschoss, so dass sich ein Fahrstuhl erübrigt. Rektor Jürgen Andre betonte, dass am 1. August 2016 die Umwandlung zu einer Ganztagsschule erfolgen soll. Bis 1. Dezember 2015 müsste der entsprechende Antrag vorliegen. „Die Grundschule braucht zwölf Räume für den Ganztagsbetrieb“, betonte Andre. Das habe mit der Grundschule Bornum überhaupt nichts zu tun. Sie möge noch viele Jahre Bestand haben. Er bat die beiden Ausschüsse zu bedenken, dass in einer Ganztagsschule andere Verhältnisse herrschen. „Es wird mehr Raum benötigt“, so Andre, der sich für zwölf Räume aussprach.

Die Fachplaner nehmen voraussichtlich Anfang Oktober ihre Arbeit auf. Der Spielplatz hinter der Schule fällt zugunsten von Autostellplätzen weg. mi

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