Verzögerung durch Bauarbeiten / Bericht der Jugendpflege im Ausschuss

Ganztagsschule muss warten

Die Ganztagsschule muss noch warten. Erst einmal haben die Bauarbeiten für die Erweiterung der Grundschule Bockenem Vorrang. Frühester Termin für das neue Konzept ist der 1. August 2017. Foto: Vollmer

BOCKENEM Ein Ganztagsangebot in der Grundschule Bockenem wird es nach dem derzeitigen Planungsstand frühestens zum 1. August 2017 geben. Grund dafür sind die vielen Unbekannten, die den Verantwortlichen durch den Erweiterungsbau einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Die Bauarbeiten würden schließlich bis zu den Sommerferien 2016 oder auch noch darüber hinein andauern.

Da sei es dann unglücklich, bereits für den 1. August 2016 einen Antrag zu stellen, erklärte Schulleiter Jürgen Andre während der Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend und Bürgerangelegenheiten. Eine Arbeitsgruppe habe zuletzt eine Sachinformation vorgenommen. Daraus resultierte dann eine erweiterte Gruppe, die sich mit Detailfragen beschäftigt. Nach einer Personalversammlung sei der Wunsch geäußert worden, eine offene Ganztagsschule einzurichten. Um den Bedarf festzustellen soll es als nächsten Schritt eine Befragung der Eltern geben. Ein Antrag auf die Einrichtung einer Ganztagsschule muss jeweils am 1. Dezember für das darauffolgende Schuljahr bei der zuständigen Behörde vorliegen. Bis dahin müssten dann auch vor Ort die jeweiligen politischen Weichen gestellt sein.

In Sachen Befragung der Eltern nahm der Ausschuss sowohl die Verwaltung als auch die Schule in die Pflicht. Beide sollen in enger Abstimmung das weitere Vorgehen zeitnah festlegen.

Einen positiven Bericht gab in der Sitzung Jugendpfleger Lutz Brunotte ab. Die Vorbereitungen für den Ferienpass 2016, der aufgrund höherer Druckkosten statt einem nun 1,50 Euro kostet, laufen auf Hochtouren. Weitere Angebote sind willkommen. Die Fahrten mit dem Neun-Sitzer-Kleinbus hätten sich in der Vergangenheit nicht so bewährt. In diesem Jahr startet die Jugendpflege wieder mit einem großen Reisebus. So liege der Fahrpreis in den Heidepark nach Soltau dann bei moderaten 15 bis 20 Euro. Ebenso sind wieder Aktionen mit einer Übernachtungsmöglichkeit geplant. „Damit möchten wir ältere Kinder und Jugendliche erreichen“, erläuterte Lutz Brunotte.

Neuer Bufdi gesucht

Unterstützung erhält er in der täglichen Arbeit durch ehrenamtliche Mitarbeiter, die bestimmte Angebote wie zum Beispiel Gitarrenunterricht übernehmen. Besonders großer Beliebtheit erfreut sich der Mädchennachmittag. Eine Theatergruppe ist neu an den Start gegangen. Eine Tanzformation befindet sich in Planung. Eine wichtige Stütze sei die Tätigkeit des Bundesfreiwilligendienstlers. Zum 1. September sucht die Stadtjugendpflege einen neuen Bufdi. „Nach einem Rückgang im Jahr 2014, der aber auch in anderen Kommunen festzustellen war, steigen die Besucherzahlen im Jugendzentrum wieder an“, berichtete Brunotte.

Die Kommunalpolitiker stimmten dem Betriebsführungsvertrag mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bornum für die Kindertagesstätten Mahlum und Bornum zu. Seit Anfang 2015 haben die beiden Kitas mit der Bornumer Gemeinde einen gemeinsamen Träger. Es wurde seitens der Kirche darum gebeten, die Verträge in einer rechtlichen Grundlage zusammenzufassen. Die erhöhte Zuweisung der Landeskirche, die aus dem Papier resultiert, kommt direkt der Einrichtung zu. Sie ist von der Kirchengemeinde zweckgebunden, zum Beispiel für zusätzliche Vorhaben. „Für die Stadt ist das natürlich ein positiver Aspekt“, betonte Amtsleiter Ralf-Michael Loske.

Die Nutzungsvereinbarung mit dem SV Bockenem 1919/08 und dem SV Bockenem 2007, die sich mit dem B-Platz an der Mahlumer Straße beschäftigt, wurde wegen privatrechtlicher Belange im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare