Richtfest für den Anbau der Grundschule Bockenem gefeiert

Der erste Schritt ist getan

Einige Grundschulkinder umrahmen das Richtfest mit Liedvorträgen. Foto: Vollmer

BOCKENEM J Für den Fall der Fälle hat Zimmerermeister Karl Friedrich Dobberahn immer ein Ersatzglas griffbereit. Schließlich kann es schon mal passieren, dass das Gefäß wie auf dem Dach des neuen Grundschulanbaus in Bockenem im ersten Anlauf nicht wie geplant in tausend Stücke zerspringt. Mit dem Richtfest ist nun die erste Etappe des Bauprojektes geschafft. Rund 2,8 Millionen Euro investiert die Stadt in die Neuausrichtung der Grundschule. „Ein Dank gilt allen Handwerkern, die seit April hier tätig sind“, erklärte Bürgermeister Rainer Block. Im Vorfeld sei darüber nachgedacht worden, ob es bei einem Anbau überhaupt ein Richtfest geben sollte. „Ganz ohne wäre es aber ein falsches Signal gewesen. Schließlich richten wir die Schule mit dem Anbau für die Zukunft neu aus“, meinte Block. Der Verwaltungschef räumte aber ein, dass bei der Einladung nicht alles rund gelaufen sei. „Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten wurde großer Wert darauf gelegt, dass sich die Schüler entwickeln und entfalten können. Herzstück des Anbaus ist die Mensa“, sagte der Bürgermeister. Gleichermaßen hätten die Anforderungen an den Brandschutz bei den Planungen eine wichtige Rolle gespielt. „Sie werden komplett erfüllt“, so Block. Als großes Ziel nannte er die Umwandlung in eine Ganztagsschule zum Schuljahr 2017/18. „Da steckt viel Arbeit dahinter. Es muss zum Beispiel ein Konzept aufgestellt werden“, erläuterte Block. In seinen Dank schloss er auch die Schüler und Lehrer mit ein, die seit April unter erschwerten Bedingungen lernen und lehren würden. „Der Inhalt des Leitbildes der Schule wurde zum Positiven umgesetzt“, sagte Rektor Jürgen Andre. Einige Dinge seien in den vergangenen Monaten mit Geduld ertragen worden, „zum Beispiel, wenn die Tische vibrieren oder der Lehrer kaum zu verstehen ist.“ Nach Fertigstellung würde aber ja zum Glück alles besser sein. „Einen tollen Job machen in diesen Tagen auch die Reinigungskräfte“, so der Schulleiter. Nach dem Zeitplan erfolgt im Januar 2016 der Umzug aus dem roten Backsteingebäude in den neuen Teil. Im zweiten Bauabschnitt nehmen sich die Handwerker dann den Altbau vor, der komplett entkernt wird. „Derzeit hinken wir im Zeitplan etwa vier Wochen hinterher“, informierte Andre. Nach dem offiziellen Teil schauten sich die Gäste schon einmal die zukünftige Mensa und die Klassenzimmer an. Applaus bekam auch eine Gruppe mit Jungen und Mädchen, die den feierlichen Akt mit einem Lied umrahmten. Nach Abschluss der Arbeiten steigt dann im kommenden Jahr ein großes Schulfest. mi

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