„An Ende sind wir uns viel näher gekommen“

Werner Schreiber, Wilhelm Wundenberg, Gerd Brennecke, Bartold von Gadenstedt, Martin Wecken und Erich Wintel (v.l.) gehören nach der Gebietsreform dem Interimsrat an. Bürgermeister Martin Bartölke (rechts) überreicht ihnen ein Präsent.

BOCKENEM 40 Jahre sind seit der Gebietsreform vergangen. „Da bietet es sich an, die besonderen Ereignisse in der Zeit in den Mittelpunkt des Frühjahrsempfangs zu stellen“, erklärte Bürgermeister Martin Bartölke vor mehr als 100 Gästen in der kleinen Sporthalle der Oberschule Bockenem.

Der Interimsrat war damals mit 49 Personen besetzt. Sechs Männern der ersten Stunde dankte der Bürgermeister im Rahmen des Empfangs persönlich. Gerd Brennecke, Bartold von Gadenstedt sen., Werner Schreiber, Martin Wecken, Erich Wintel und Wilhelm Wundenberg gehörten zu den ersten Kommunalpolitikern, die nach der groß angelegten Reform Verantwortung in der neu strukturierten Stadt Bockenem übernahmen. Aus der Hand des Bürgermeisters nahmen sie ein Geschenk in Empfang. Altbürgermeister Gerd Brennecke konnte sich noch gut an die erste Zusammenkunft der Dörfer im Hotel Kaiserhof erinnern. „Es war eine lange Sitzung, in der es auch kritische Stimmen gab. Am Ende sind wir uns aber viel näher gekommen“, blickte der Bockenemer zurück. Die Verantwortlichen hätten damals alles richtig gemacht, meinte Gerd Brennecke. Bürgermeister Bartölke zitierte in seiner Ansprache aus den Reden der früheren Stadtdirektoren Karl Wilke, Kurt Schierenbeck und Günter Rademacher. „Wunschtraum“ So ging es 1974 um die Umgestaltung des Buchholzmarktes. In diesen Tagen sei diese Frage wieder aktuell, meinte der Verwaltungschef. Damals sei auch über eine Schwimmhalle für Bockenem gesprochen worden. „Vor 1976 ist eine Finanzierung nicht denkbar“, hieß es damals. Bis heute ist eine Badehalle der Wunschtraum vieler Einwohner geblieben. Als Meilenstein der vergangenen 40 Jahre nannte Bartölke zum Beispiel die Abwasserbeseitigung, in die unter dem Strich 40 Millionen Euro investiert wurden. „Die Bilanz weist aktuell 30 Millionen Euro als Wert aus“, erläuterte der Bürgermeister. Es sei stets sachgerecht in die Zukunft investiert worden. Als außerordentlich gut bezeichnete Bartölke die Entwicklung der Gewerbegebiete. „Im Gewerbepark haben wir die Hoffnung, dass durch Neuansiedlungen auch neue Arbeitsplätze entstehen“, so Bartölke. Viele Vorteile würde die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-Reg mit sich bringen. Betriebe im Stadtgebiet hätten darüber 300 000 Euro an Fördermitteln erhalten. Als aktuelle Termine nannte Bartölke das gemeinsame Konzert der Feuerwehrmusikzüge am 29. März in der Ambergausporthalle. Damit die für solche Zwecke genutzt werden kann, hat die Stadt in großer Menge Teppichboden angeschafft. Die Bauinfomesse findet am 26. und 27. April erstmals in der großen Sporthalle statt. Es sieht derzeit so aus, dass die Autobesitzer bald im Rathaus ihre Kraftfahrzeuge zulassen können. „Wir sind mit dem Landkreis Hildesheim auf einen guten Weg“, sagte der Verwaltungschef. Positive Nachrichten gebe es auch vom Bürgerverein. Positive Neuigkeiten Der schaffe es wohl, einen neuen Vorstand aufzustellen (die LDZ berichtete). Der Frühjahrsempfang, zu dem Geschäftsinhaber, Vereinsvertreter, Verbände und Organisationen aus dem Stadtgebiet eingeladen waren, wurde von der Bockenemer Finalteilnehmern am kreisweiten Musikwettbewerb „hört! hört“, Victoria Freiin von und zu Aufseß, musikalisch umrahmt. In Hildesheim konnte die junge Musikern mit ihren Musicalmelodien zwar keinen vorderen Platz erzielen, doch unterhielt sie beim Empfang alle Anwesenden mit ihrem Talent.

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