Halbzeit im Comenius-Projekt in der Oberschule Bockenem

Bilanz fällt positiv aus

Die Bockenemer Oberschüler legten im Rahmen des Comenius-Projektes am Schulgebäude einen Müllfriedhof an. In ein paar Wochen wollen sie schauen, was von den verschiedenen Materialien noch übrig geblieben ist. Foto: Vollmer

BOCKENEM  Ob nun die karge Landschaft in der Osttürkei oder die kurzen Tage in Norwegen, im vergangenen Jahr haben die Bockenemer Oberschüler beim zweiten Comenius-Projekt viele neue Eindrücke mit nach Hause genommen.

„Die Bilanz fällt zur Halbzeit bei allen Beteiligten positiv aus“, erklärten Schulleiterin Dagmar Pallinger sowie Projektleiterin Nina Vorlob. Während ihrer Exkursionen mussten die Bockenemer weite Touren auf sich nehmen. Die Schule im Ort Igdir in der Osttürkei liegt nicht schließlich nicht allzu weit von der armenischen Grenze entfernt. Aber auch nach Nordkjosboten in Norwegen waren die Oberschüler etliche Stunden unterwegs. Als dritter Partner gehört die Schule in der slowakischen Stadt Partizanske mit zum Comenius-Projekt. „In den beiden Jahren stehen gegenseitige Besuche auf dem Programm“, erläutert Nina Vorlob. Die Schüler beschäftigen sich mit der Frage, was jeder Einzelne dazu beitragen kann, seine Zukunft grüner zu gestalten. Neue Energieformen oder die Trennung von Müll sind da nur zwei Beispiele. Zwischen den Treffen erarbeiten die Schüler bestimmte Themen, die dann im Rahmen einer gemeinsamen Klima-Konferenz erörtert werden. Vor allem aber die Gastfreundschaft der Menschen in Norwegen und der Türkei ist allen in bester Erinnerung geblieben. „Teilweise leben die Menschen in der Osttürkei in doch sehr ärmlichen Verhältnissen. Überall wurden wir mit offenen Armen empfangen“, erklärt die Lehrerin. In Igdir drehte sich während des Besuches der Gruppen alles um das Thema Wasser. Ein Abstecher in ein Wasserkraftwerk, das zuvor noch nie internationale Gäste besichtigt haben, gehörte genauso dazu wie eine Besichtigung von Salzhöhlen. „In Norwegen war es beeindruckend, ein Nordlicht zu sehen oder ein Schlittenhunderennen zu beobachten“, ergänzt Dagmar Pallinger. Bis zum nächsten Wiedersehen nehmen die Bockenemer Schüler den Müll ganz genau ins Visier. Sie haben vor einiger Zeit auf dem Schulgelände einen Müllfriedhof angelegt. Im Oktober werden die einzelnen Dinge, wie Plastik oder Zeitungspapier, wieder ausgebuddelt. Dann wollen die Schüler sehen, was davon übrig geblieben ist.

Der Fahrplan sieht noch eine Tour nach Slowenien sowie dann im Februar ein erneutes Treffen in Bockenem vor. Im Mai steht dann ein Abschiedstreffen der Lehrer im Kalender. Dabei werden dann unter anderem Ergebnisse zusammengetragen. mi

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