Motorradgottesdienst in Werder / Gemeinsame Ausfahrt

160 Biker sind dabei

Die Besucher des Motorradgottesdienstes legen ihre Helme vor dem Altar zu einem Kreuz zusammen. Foto: Vollmer

WERDER  „Es geht nicht darum, am Limit zu fahren“, sagte Pastor Dennis Sindermann beim mittlerweile elften Motorradgottesdienst in Werder. Eindringlich warb der Geistliche in seiner Predigt zudem für ein Miteinander im Straßenverkehr. „Wir wollen zeigen, dass die Mehrzahl der Biker vernünftig fährt und grenzen uns ausdrücklich von denen ab, die mit ihrem Verhalten andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen“, haben sich die Veranstalter schon seit dem ersten Treffen auf die Fahnen geschrieben.

Rund 160 Biker brummten in diesem Jahr durch das kleine Dorf. Die Initiatoren freuten sich darüber, dass vor allem auch die äußeren Bedingungen bei Werten über 30 Grad nicht besser sein konnten. Mit Grausen denken sie an den Motorradgottesdienst 2013 zurück. Da schüttete es den gesamten Tag wie aus Kübeln. Die Plane, die über die Sitztische gespannt war, brach unter der Wasserlast in sich zusammen. Das konnte ihnen in diesem Jahr zum Glück nicht passieren. Von der ersten bis zur letzten Minute brannte die Sonne vom Himmel. Da kam den Bikern der Fahrtwind gerade recht.

Dirk Hillebrand und Manfred Brandt von der Verfügungseinheit der Hildesheimer Polizei sorgten bei der anschließenden Ausfahrt für die Sicherheit der Teilnehmer. Die Polizisten begleiteten auf zwei BMW-Maschinen den langen Tross. Dahinter reihte sich gleich Rainer Philipps aus Königsdahlum mit seiner 750-er BMW ein. Das Krad mit dem markanten Posthorn hat er vor etlicher Zeit nach einem Unfall wieder aufgebaut. „Das Motorrad sollte eine kräftige Farbe haben“, berichtet der Königsdahlumer. Das Posthorn war dann noch eine witzige Beigabe. Begleitet wurde der Motorradfan, der noch weitere Maschinen hegt und pflegt, von Kirchenvorsteherin Regina Steinborn. Von Werder aus ging es in Richtung Lamspringe, von dort aus weiter nach Bad Grund und Dassensen. Dort legten die Biker eine ausgiebige Pause ein.

Weitere Stationen auf der knapp 130 Kilometer langen Tour waren Delligsen, Alfeld und Adenstedt. Nach gut drei Stunden endete Ausfahrt wieder in Werder. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus warteten da schon leckere Speisen und kühle Getränke auf die Teilnehmer. Großen Zuspruch fand auch wieder die Verlosung von wertvollen Preisen. Die glücklichen Tombola-Gewinner durften zum Beispiel einen Gutschein für das Bikerhotel „Löwenherz“ in Lauenstein oder einen der vielen Sachpreise mit nach Hause nehmen. Zu den weiteren Attraktionen zählte ohne Zweifel das Bullenreiten. Wer kann sich wohl am längsten auf dem mechanischen Riesen halten? Für die meisten Mutigen war der Ritt bereits nach kurzer Zeit vorbei. Sie landeten allesamt auf einer gut gepolsterten Matte. Der Erlös der Veranstaltung ist wieder für die Kindergärten in der Region bestimmt. Wer sich auf die Finanzspritze freuen darf, bleibt noch ein gut gehütetes Geheimnis. mi

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